Ein Abschluss mit Anschluss

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Jugendliche werden im Kreis beim Übergang von der Schule in den Beruf bei Bedarf betreut.

So werden Jugendliche beim Übergang von der Schulen in den Beruf im Ostalbkreis unterstützt.

Aalen. Kein Abschluss ohne Anschluss – dies ist das Ziel des regionalen Übergangsmanagements, kurz Rüm, und des Projekts „Zukunft“. „Wir wollen allen Menschen die Chance geben, ihren eigenen Weg zu beschreiten“, sagte Landrat Dr. Joachim Bläse in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Arbeit und Grundsicherung.

Wie das geht, erläuterte Hermine Nowottnick, Leiterin des Bildungsbüros im Ostalbkreis. Ziel sei, dass kein Schüler und keine Schülerin verloren geht, sagte sie. Unterstützt werden Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf etwa von Bildungsbegleiterinnen und -begleitern, die jungen Menschen bei der Bewerbung helfen oder in einem Praktikum betreuen. Zudem gebe es seit 2016 an allgemeinbildenden Schulen das Fach „Wirtschaft-, Berufs- und Studienorientierung“.

„Die Bildungsbegleiterinnen und -begleiter haben während der Pandemie versucht, Schülerinnen und Schüler, die die Schule abbrechen wollten, zu erreichen“, erklärte Hermine Nowottnick. Das sei nicht immer einfach gewesen. Der Kontakt habe etwa über soziale Netzwerke oder mit genügend Abstand im Freien stattgefunden. Inge Birkhold (CDU) schlug vor, Jugendlichen ohne Job ein Praktikum in einer Firma anzubieten, die Azubis sucht. Das sei nicht immer einfach, sagte Thomas Koch, Geschäftsführer des Jobcenters. „Der Deckel muss zum Topf passen und Betriebe müssen bereit sein, Jugendliche aufzunehmen.“ Bennet Müller (Die Grünen) erkundigte sich nach Schulabbrechern im Kreis. „Den klassischen Schulabbrecher gibt es bei uns nicht“, sagte Hermine Nowottnick. Die Übergangsprozesse seien durch das Programm gut gestaltet.

Unterstützung des Arbeitslosenberatungszentrums in Gmünd: Die Ausschussmitglieder stimmten bei einer Gegenstimme (Susanne Mützel, AfD) der Unterstützung des Zentrums, das arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen kostenlos berät, zu. Der Kreis bezuschusst die Einrichtung 2022 mit 15 000 Euro. maro

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