Ein bewegtes Lebens für die Feuerwehr

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Verabschiedungsfeier für Kreisbrandmeister Otto Feil.
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Das Landratsamt und die Feuerwehren des Ostalbkreises haben Kreisbrandmeister Otto Feil verabschiedet. Warum dieser ein Segen für die Floriansjünger gewesen ist. 

Aalen

Das Ehrenkreuz in Gold gehört zur Hälfte meiner Gattin Rita“, sagt Otto Feil in seinen Dankesworten und alle Gäste im Großen Sitzungssaal des Rathauses erheben sich und spenden kaum  enden wollenden Beifall. 46  Jahre Feuerwehr im Ehren- und Hauptamt hat der Otto auf dem Buckel und er gibt den Piepser an seinen Nachfolger Andreas Straub weiter.

Nach der musikalischen Eröffnung durch den Spielmanns- und Fanfarenzug Waldstetten schreibt Landrat Dr. Joachim Bläse dem scheidenden Kreisbrandmeister ins Stammbuch: „Immer gerade raus, bodenständig, zupackend, mit hoher Fachkompetenz und großem Teamgeist.“ Bläse erinnert an den „überragenden Kreisfeuerwehrtag in Westhausen mit einer „Herzblut-Rede unseres Otto im Festzelt.“ Feil habe Ehren- und Hauptamt geprägt und vernetzt. Er habe Strukturen geschaffen für die Fortbildung, für den digitalisierten Funk und für die integrierte Regionalleitstelle Ostwürttemberg. Er sei Vorreiter gewesen für die Vorbereitung auf extreme Wetterlagen und den Klimawandel wie auch für Großschadenslagen. „Otto Feil hat den Katastrophenschutz federführend vorangebracht“, so der Landrat wörtlich. Eine ganze Menge Überzeugungsarbeit im Hinblick auf die Ausstattung der Ostalb-Wehren und der Beschaffung von Fahrzeugen habe Feil geleistet.

Gemeinschaft zu schaffen sei Feils oberstes Ziel gewesen. „Einfach der undendliche Feuerwehrmann“, so der Landrat. Gut, dass er im Ruhestand Verantwortung übernehme als stellvertretender Alterskommandant.

Otto Feil habe Feuerwehr als Urgestein gelebt, dies habe man in Stuttgart gespürt, betont Landesbranddirektor Thomas Egelhaaf in seiner Rede. Erfahrung und pragmatisches Denken und Handeln seien Hand in Hand gegangen und er habe viele Steine weggeschoben.

Im Namen von 49 Feuerwehren

Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Willibald Freihart blickte zurück. Fünf Jahre im Ehrenamt seien keine leichte Aufgabe für Otto Feil gewesen, als Einzelkämpfer dem Baurechtsamt angegliedert – bis man Gott sei Dank gemerkt habe, dass diese immensen Aufgaben nicht im Ehrenamt zu schultern seien. Im Namen von 49 Feuerwehren im Ostalbkreis zollte Freihart Lob und höchste Anerkennung. Der Kreisfeuerwehrverbandsausschuss  habe einstimmig beschlossen, ihn zum Ehrenmitglied zu ernennen. Dem nicht genug – Freihart heftete Otto Feil die höchste Auszeichnung der Feuerwehr im Land, das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, ans Revers.

Dank an die Gattin

„Das Ehrenkreuz in Gold gehört zur Hälfte meiner Gattin Rita“, sagte Feil und er fügte sichtlich gerührt hinzu: „Ich hätte 1976 nie gedacht, dass aus dem Heizungs- und Sanitärmeister einmal eine so wichtige Persönlichkeit wird.“ Zufrieden könne er auf ein „immer gutes und kameradschaftliches Verhältnis zu den Wehren zurückblicken“.

Bezirksbrandmeister Adrian Wibel, Landrat Dr. Joachim Bläse, Rita Feil, Otto Feil, Landesbranddirektor Thomas Egelhaaf, Verbandsvorsitzender Willibald Freihart
Verabschiedungsfeier für Kreisbrandmeister Otto Feil.
Verabschiedungsfeier für Kreisbrandmeister Otto Feil.

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