Ein gemeinsames Fundament für die Seelsorge

+
Klinikseelsorge: ein Licht in dunkler Zeit.
  • schließen

Klinikleitung und die Kirchengemeinden regeln Klinikseelsorge neu.

Aalen. Mit einer Kooperationsvereinbarung haben der evangelische Dekan Ralf Drescher und sein katholischer Kollege Dekan Robert Kloker die Zusammenarbeit in der Klinikseelsorge am Ostalb-Klinikum in feste Rahmenbedingungen gegossen. Beide betonten, dass die Seelsorger beider Kirchen auch schon bisher gut miteinander für die Patienten und Mitarbeiter des Klinikums da waren.  

„Die Klinikseelsorge ist uns sehr wichtig und ein bedeutender Baustein im Alltag unserer Klinik“, sagte Professor Dr. Ulrich Solzbach, Vorstandsvorsitzender der Kliniken Ostalb. „Die Seelsorger hören zu, helfen, tun vieles für Patientinnen und Patienten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Die Kooperation funktioniere gut, habe das Miteinander verbessert und die Klinik unterstütze die Arbeit der Seelsorger sehr.

Seelsorge: wichtiger Bestandteil im Klinikalltag

Dekan Ralf Drescher betonte für die evangelische Seite ebenfalls das gute Miteinander aller Beteiligten. Die Seelsorger beider Seiten hätten die Vereinbarung maßgeblich formuliert und ihre Erfahrung eingebracht. „Unsere wesentliche Verbindung ist die Arbeit mit und für Kranke“, ergänzte er. Man habe eine gute Vereinbarung und einen starken Rahmen geschaffen, sagte Dekan Robert Kloker von der katholischen Kirche. Jesus habe gesagt: „Ich war krank und ihr habt mich besucht“, das sei das Wirken der Seelsorger in der Klinik. Pfarrerin Karin Fritscher und Bruder Marinus Max von den Combonis von der katholischen Seite und Pfarrerin Andrea Stier und Diakon Jürgen Schmotz seien sehr gefragt. „Mit dieser Vereinbarung haben wir ein festes, geneinsames Fundament für unsere Arbeit geschaffen“, schloss er.

Bedarf an Zuspruch in schwerer Zeit wächst

„Momentan sind wir wichtig, die Kirche muss im Krankenhaus da und ansprechbar sein“, erzählte Andrea Stier.  Und zwar für Patienten und Mitarbeiter des Klinikums. Sie ist seit etwa sechs Monaten am Klinikum tätig. Der Bedarf sei gerade in Zeiten von Corona gewachsen.

Angebot: das „Offene Ohr“ in der Kapelle

Man höre zu, versuche zu unterstützen und zu stützen, sei bereit für Gespräche ebenso wie für Gebete, beispielsweise in der wöchentliche n Stunde „Offenes Ohr“ in der Kapelle oder in den Sprechstunden im Büro für Mitarbeiter des Klinikums. Zudem gehe man durch die Zimmer und spreche die Patienten an, oder diese bitten um ein Gespräch. Viele seien froh für ein offenes Gegenüber, die einen, weil Besuche wegen der Pandemie untersagt waren, die anderen wegen dem Stress und der seelischen Belastung durch ihren Beruf.

Zuhören und einfach da sein für die Patienten

Marinus Max sieht seine Aufgabe unter anderem im Zuhören, im Dasein für Patientinnen und Patienten oder deren Angehörige. Wichtig sei vielen die Segnung, besonders für Sterbende. Jürgen Schmotz ist seit einem Jahr in der Geriatrie des Klinikums tätig. „Dort sind viele Patienten dement und trotzdem an allem interessiert, da sind Gespräche, Erläuterungen, Zuhören sehr wichtig“, sagt er zu seinen vielfältigen Aufgaben. ⋌⋌⋌Jürgen Eschenhorn

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

Mehr zum Thema

Kommentare