Ein Paradies vor dem Haus - mitten in Himmlingen

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So kann die selbstgemachte Gartenbank aussehen.

"Unser Garten: So schön wie nie!" Christl Marquardt und Christian Sperle arbeiten gerne in ihrem Garten und finden dort auch Entspannung.

Aalen-Himmlingen

Der Sommerurlaub ist für dieses Jahr gebucht: Ziel ist die heimische Terrasse. Die genießen Christl Marquardt und Christian Sperle in Aalen-Himmlingen ganz besonders. "Was gibt es Schöneres, als am lauen Sommerabend gemeinsam am Teich zu sitzen, Fischen zuzusehen und die Vegetation zu erleben", sagt Christian Sperle. Die Aktion "Unser Garten – schön wie nie" der Schwäbischen Post und der Gmünder Tagespost verfolgt er mit Interesse, hat selbst Fotos aus seinem "Paradies" eingesandt.

Seit fast 20 Jahren wohnt das Paar dort. "Wir haben 2002 auf dem Platz der früheren Gaststätte "Beierstein" gebaut", sagt Sperle. Ein großes Grundstück, auf dem nun zwei Häuser stehen, das Nachbargebäude gehört der Schwester seiner Frau. Die Hanglage ist erst einmal eine Herausforderung, wenn es um die Neuanlage des Gartens geht. "Da war eine Gartenbaufirma im Spiel", verrät er. Die setzt die Vorstellungen der Hauseigentümer um, schafft zwei Ebenen im Hang, "damit man sich dort auch aufhalten kann", so Christian Sperle.

Vor der Terrasse des Hauses geht es über Stufen vorbei am Rasenplatz, an Sträuchern und Bäumen zum Bachlauf und dem Teich auf der unteren Ebene. Dort lädt nicht nur das Wasser zum Verweilen ein, eine ansehnliche Rasenfläche bietet Platz etwa für ein Federballspiel, aber auch für die dreieinhalbjährige Enkelin, die dort zu gerne spielt. Die Hanglage liegt voll in der Sonne, Christl Marquardt und Christian Sperle haben es nicht versäumt, auch Schattenspender zu setzen. Buche, Blutbuche, aber auch Blutpflaume und Haselnuss setzen Akzente und sorgen fürs richtige Gartenklima.

War die Bepflanzung durchweg problemlos? "Beinahe", sagt Sperle. "Wir hatten einen Birnbaum, vielleicht schon fünf Meter hoch, dem dieser Standort nicht bekommen ist." 2019 musste die Birne einem Apfelbaum "Santana" weichen. Der verträgt nach Einschätzung des Hobbygärtners das Klima besser. Himmlingen liegt bis zu 600 Meter hoch, "aber das Klima ist dennoch mild", weiß Sperle. Heute milder als noch vor 15 Jahren. "Damals lag im Winter Schnee vor dem Haus und im Garten. Heute beobachte er Vögel, die damals noch nicht zu sehen waren, auch Schmetterlinge und andere Tiere der Natur. Und er kann sich über einen satten Bewuchs rund um den Gartenteich freuen. Bambus und Schilf leisten einen Sichtschutz, Buchskugeln bilden den Rahmen für die Bodendecker, die zwischen Steinen am Ufer sprießen. Der Buchsbaum-Zünsler macht ihm jetzt keine Probleme mehr. "Einige Jahre war das anders." Möglicherweise räumen die Vögel inzwischen die Raupen in den Buchsbäumen ab. Leben auch im Wasser: Fische und vor allem Kröten bevölkern das Gewässer.

Ein Wohlfühlort

Kein Wunder, dass man sich dort im Sommer ganz besonders wohlfühlt. "Wir vermieten ja im Haus eine Ferienwohnung und die Gäste dürfen selbstverständlich auch am Teich Platz nehmen", betont Sperle. Aus vielen Gesprächen weiß er, dass das gut ankommt. "Leider können wir jetzt in Corona-Zeiten mit den Besuchern nicht so einfach plaudern, aber auf Abstand reden ist ja machbar."

Christl Marquardt und Christian Sperle sind Gartenliebhaber. Aber nicht einseitig. Da ist die Zeit, in der der Rasen gemäht, verblühte Blumen abgeschnitten oder neu Pflänzchen eingesetzt werden. Aber da bleibt auch viel Zeit, den Garten ganz einfach zu genießen, am Tisch oder im Liegestuhl. Die unterschiedlichen Ebenen sorgen für Abwechslung. Da kann man sich hinter einen Sichtschutz zurückziehen oder von der Terrasse am Haus auf den Garten und ins Land blicken. Oft auch auf die Wetterküche im Westen: Christian Sperle beobachtet oft, wie sich Gewitterwolken teilen und Himmlingen umgehen. Das kommt den vielen Blumen im Garten zugute, die zwar winterhart sind, aber keinen Hagel vertragen. Besonders ans Herz gewachsen sind dem Paar die amerikanischen Orchideen, in Lila und Weiß. Gerade jetzt stehen die Blüten in voller Pracht, liefern sich einen Schönheitswettbewerb mit den Rosen. "Da setzen wir vor allem auf die englischen Duftrosen."

Langeweile kommt indes im Garten nie auf. Gelegentlich wird auch neu gestaltet. Im Frühjahr entstand ein neuer Weg zwischen den zwei Häusern. Erfreulich, dass durch die verwandtschaftlichen Bezüge auch der Garten offen bleiben kann, dann kommt die "ganze Großzügigkeit zur Geltung".

Kreativ zur Gartenbank

Irgendwann muss auch der schönste Stuhl den Weg allen Irdischen gehen. Doch warum alte Stühle nicht kombinieren und daraus eine Holzbank für den Garten kreieren? Die Anleitung von Daniel Juhra (Bauhaus) zeigt Schritt für Schritt, wie es geht. Benötigtes Material: drei alte Holzstühle, drei alte oder neue Bretter, wetterfeste Holzlasur, Winkelverbinder, Schleifkissen, Holzschrauben. Wichtiges Werkzeug: Schraubendreher, Zange, Band- und/oder Multischleifer, Akku-Bohrschrauber, Hand- und Stichsäge, Pinsel und/oder Farbroller, Zollstock, Bleistift, Handschuhe, Schutzbrille. Anleitung: In sechs Schritten zur neuen Bank: Die Anleitung findet man online unter: www.richtiggut.bauhaus.info/garten-freizeit/gartengestaltung/upcycling-gartenbank

Wie im Urlaub, ein Ort mit Wasser, Grün und Ausblick: Garten von Christl Marquardt und Christian Sperle.

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