Ein Projekt, das sich vorzeigen lässt

Musikwerkstatt Heidenheim und Ostalbkreis als Akteure der "Lernenden Kulturregion".

"Lernende Kulturregion Schwäbische Alb" lautet der Name eines Projekts, an dem auch die Stadt Heidenheim und der Ostalbkreis mit ihren kulturellen Aushängeschildern, den Opernfestspielen und der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg, beteiligt sind. Die "Lernende Kulturregion Ostalb" ist dabei ein Teil des bis Ende 2020 angelegten Projekts "Trafo – Modelle für Kultur im Wandel", hinter dem die Kulturstiftung des Bundes steht und das sich an ländliche Regionen sowie kleinere Gemeinden wendet, um Transformationsprozesse anzustoßen.

Vier Regionen gehören dazu

Aus einer Vielzahl von Bewerbern wurden insgesamt vier Regionen in Deutschland ausgewählt: der Oderbruch, Südniedersachsen, die Saarpfalz und die Schwäbische Alb. Dort soll ein Netzwerk von Kultureinrichtungen entstehen, in dem größere Institutionen mit kleineren Einrichtungen, ehrenamtlich Tätigen und einzelnen Kulturschaffenden kooperieren. Dadurch soll ein gemeinsamer Lernprozess in Gang gesetzt werden, bei dem die Transformation des kulturellen Lebens in der gesamten Modellregion im Mittelpunkt steht. Befeuert werden auf der Schwäbischen Alb mit dem Geld der Kulturstiftung vier verschiedene Projekte, darunter eine Musikwerkstatt mit Heidenheims Opernfestspielen.

Förderung für Musikwerkstatt

Alle Alb-Projekte werden von einer beim Ostalbkreis in Aalen eingerichteten Geschäftsstelle koordiniert. Die ostwürttembergische Musikwerkstatt erhält 460 000 Euro aus den Mitteln der Kulturstiftung. In der Werkstatt planen die Opernfestspiele eine Öffnung in den ländlichen Raum und eine Ausrichtung auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche in der Region Ostwürttemberg; konkret wollen die Opernfestspiele, die dazu mit einem ihrer Orchester, der "Cappella Aquileia", auch eine Kooperation mit der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg (JPO) eingehen, kulturelle Pionierarbeit leisten und auf neuen Wegen auch neue Zielgruppen ansprechen.

Die inhaltliche Arbeit schließt Arbeit mit Hochbegabten (gemeinsame Projekte von "Cappella" und JPO) und gleichermaßen Basisarbeit mit ein, die von Akteuren der Opernfestspiele in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen wie Kindergärten, Schulen, Musikschulen und mehr geleistet werden soll. "Das muss ein Erfolg werden", sagte in Heidenheim bei der Vorstellung des Projekts Klaus Pavel, der Landrat des Ostalbkreises.

Manfred F. Kubiak

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