Ein turbulentes Vermarktungsjahr endet versöhnlich

+
Die Fleckviehauktion im Dezember stimmte die Käufer und Verkäufer versöhnlich. Die Preise für Melkkühe blieben stabil bis leicht steigend.

Viel Fleckvieh fand bei der letzten Auktion des Jahres zu stabilen Preisen seine Käufer.

Ilshofen. Im Dezember fand in Ilshofen die letzte Auktion der Rinderunion Baden-Württemberg im Jahr 2021 statt. Neben 6 Jungbullen und 28 Jungkühen kamen eine hochtragende Kalbin, zwei züchterisch sehr interessante Jungrinder sowie 348 Kälber und ein weiblicher Fresser zum Verkauf. Die Preise bei den melkenden Tieren sind stabil bis leicht steigend auf hohem Niveau, die Kälberpreise blieben jahreszeitlich bedingt gedrückt, was aufgrund der hohen Schlachtviehpreise etwas schwierig nachzuvollziehen ist.

Sehr zügig wechselten vier der sechs angebotenen Bullen von insgesamt sehr guter Qualität für durchschnittlich 2.035 Euro den Besitzer. An der Spitze rangierte ein ganz ausgeglichener Mysterium-Sohn aus einer enorm leistungsstarken Evergreen-Tochter gezogen vom Zuchtbetrieb Klenk aus Kirchberg-Dörrmenz. Der gleiche Betrieb stellte mit 2.450 Euro auch den teuersten Bullen des Tages, hierbei handelte es sich um einen hoch typisierten Wofram-Sohn.

Eine super Auftriebsquote schafften die Beschicker des Jungkuhmarktes. Zwar waren aufgrund des kurzen Auktionsintervalls von nur 3 Wochen lediglich 30 Tiere gemeldet, von denen allerdings auch tatsächlich 28 zum Verkauf kamen!

Diese zeigten sich von sehr ausgeglichener Qualität bei einem Durchschnittsgemelk von 28 kg. Knapp 50 Prozent der Jungkühe wurden bereits freilaufend versteigert und erfreulicherweise nutzten diesen Service auch einige Neubeschicker der Auktion. Von Beginn an entwickelte sich ein sehr zügiger Versteigerungsverlauf, der auch bis zur letzten Jungkuh anhielt, so dass sich der Durchschnittspreis bei 1.839 Euro einpendelte. Es hätten noch leicht mehr Tiere verkauft werden können.

An der Spitze rangierte eine schliffige, sehr lange Hutill-Tochter mit 33 kg Milch von Familie Stier aus Untermünkheim-Schöneberg, die zum Tageshöchstpreis von 2.340 einen mittelfränkischen Zuchtbetrieb zugeschlagen wurde. Preislich folgten mit 2.100 Euro eine rumpfige Habart-Tochter mit 31 kg Milch von Familie Haag aus Sulzbach/Murr-Berwinkel sowie eine überaus korrekte Mogens-Tochter vom Betrieb Schmidt aus Bad Friedrichshall-Kochendorf, die 2.080 Euro erlöste.

Die 55 Kuhkälber mit einem Durchschnittsgewicht von 80 kg wurden zum momentan marktkonformen Preis von 2,76 Euro netto je kg Lebendgewicht bzw. 221 Euro je Tier verkauft.

293 Bullenkälber brachten ebenfalls durchschnittlich 80 kg auf die Waage und erlösten durchschnittlich 4,47 Euro netto je kg Lebendgewicht bzw. 358 Euro je Tier. Allerdings war der Anteil der Kälber mit unter 70 kg zu hoch, um einen höheren Durchschnittspreis realisieren zu können.

Die nächsten Auktionen in Ilshofen im neuen Jahr finden jeweils am Mittwoch, den 12. Januar 2022 (Kälber Fleckvieh) sowie am 26. Januar 2022 (Großvieh u. Kälber Fleckvieh) statt.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

WEITERE ARTIKEL

Kommentare