Ein vielseitiger Freiwilligendienst

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Auch in einem Kleiderladen kann man einen Bundesfreiwilligendienst machen (v.l.): BFDlerin Anna Hilkert und Katharina Eschbach, pädagogische Mitarbeiterin des DRK Aalen.
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Anna arbeitet in einem Kleiderladen – im Rahmen des Bundesfreiwilligendiensts. Was zu ihren Aufgaben gehört und was das Besondere daran ist.

Aalen

Etwas anderes kennenlernen und nach dem Schulabschluss durchatmen – diese Möglichkeit bietet der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Das Besondere daran: Diese Art des Freiwilligendienstes bietet die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten. Die 18-jährige Anna Hilkert macht ihn bei "Rot Couture", dem Kleiderladen des Deutschen Roten Kreuzes in Aalen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Anna sich ehrenamtlich einsetzt. In Bopfingen, wo sie wohnt, ist sie sowohl Mitglied im Jugendgremium als auch im Vorstand des Vereins Schmied. "Eine Mitarbeiterin vom DRK kam dann auf mich zu", erinnert sich Anna, "und hat gefragt, ob ich hier meinen BFD machen möchte." Und Anna sagte zu.

Als sie ihr Abitur in der Tasche hatte, war sie erst 17. "Ich wusste noch nicht richtig, was ich machen will", sagt sie. Außerdem wollte sie sich nach der Schule nicht direkt ins Studium stürzen. "Jetzt hat man die Möglichkeit für so etwas, die Zeit bekommt man sonst vielleicht nicht wieder." Und auch die Arbeit bei "Rot Couture" sprach sie an. "Hier gibt es eben die Arbeit mit Kleidung", erläutert Anna, "das ist einfach etwas Spezielleres."

Ihre Aufgaben sind vielfältig. Vom Saubermachen über das Schreiben des Dienstplans bis hin zur Betreuung des Facebookkanals ist alles dabei. Vor allem aber hat sie ein großes Maß an Verantwortung zugeteilt bekommen. "Ich bin die Einzige, die konstant hier ist", erläutert sie. "Ich bin sozusagen die Ansprechpartnerin."

Motivierte Mitarbeiter

Bis Ende August arbeitet Anna noch im Kleiderladen, ein Jahr war sie dann dort – "eine schöne Zeit", sagt sie. In dem Laden sind ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter beschäftigt. "Und alle sind immer total motiviert", sagt Anna. Auch die Arbeit mit den Kunden mache ihr besonders Spaß.

Katharina Eschbach, pädagogische Mitarbeiterin im Team Freiwilligendienste des DRKs, ist froh, dass Anna sich bei "Rot Couture" engagiert. "Sie ist eine tolle Freiwillige", sagt Eschbach, "sie übernimmt sehr viel Verantwortung."

Jetzt hat man die Möglichkeit, die Zeit bekommt man sonst nicht wieder.

Anna Hilkert BFDlerin bei "Rot Couture"

Verschiedene Einsatzbereiche

Es gebe aber für die unterschiedlichsten Charaktere Möglichkeiten, ein BFD zu machen. "Da findet sich für jeden was, wir haben eine bunte Palette an Einsatzbereichen", so Eschenbach. Klassischerweise beginne der BFD Anfang September, doch generell könne man jederzeit einsteigen.

"Die beliebten Stellen, wie die Arbeit im Rettungsdienst oder in Schulen, sind schnell weg", sagt die Pädagogin. Vor allem in der Pflege gebe es aber immer Plätze, auch in der Verwaltung oder Haustechnik seien viele Stellen frei.

Während ihres BFDs hat Anna entschieden, wie es für sie weitergehen soll. "Wenn alles klappt, studiere ich ab Herbst Medien- und Kommunikationswissenschaften." Unter ihren Freunden seien jedoch einige, die nach ihrem Freiwilligendienst eine soziale Richtung einschlagen möchten. "Das sind welche, die vorher nie gedacht hätten, dass sie so etwas machen", sagt sie und schmunzelt.

Und für wen eignet sich die Teilnahme am BFD? "Vor allem für Menschen, die andere Menschen und neue Situationen kennenlernen wollen", sagt Anna. Und für alle, die noch nicht sicher sind, was genau sie nach der Schule machen möchten.

Informationen zum Bundesfreiwilligendienst im Ostalbkreis gibt es unter www.freiwilligendienste-aalen.de.

Auch in einem Kleiderladen kann man einen Bundesfreiwilligendienst machen (v.l.): BFDlerin Anna Hilkert und Katharina Eschbach, pädagogische Mitarbeiterin des DRK Aalen.
Auch in einem Kleiderladen kann man einen Bundesfreiwilligendienst machen (v.l.): BFDlerin Anna Hilkert und Katharina Eschbach, pädagogische Mitarbeiterin des DRK Aalen.

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