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Eine besondere Bürgeraktion

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Cordula Weinke über umgerechnet 420 verschwundene Fußballfelder

Das ist heute kaum vorstellbar: Die Idee, eine Nord-Südverbindung für Autos zu bauen, entstand schon 1926. Ein sogenanntes Kraftwagenstraßennetz sollte entstehen. Aber bis die A 7 von Flensburg bis Füssen lückenlos gebaut war, vergingen noch 61 Jahre. Und ohne die Gründung der "Bürgeraktion pro Autobahn" wäre das Teilstück zwischen Feuchtwangen und Heidenheim vielleicht gar nicht so gebaut worden, wie wir es heute kennen. 125 000 Unterschriften überreichte die "Bürgeraktion" 1981 der Bundesregierung, bevor 1983 die Finanzierungszusage kam.

Es war klar, dass dieser Straßenbau kostspielig werden würde – angesichts von Agnesburg- und Virngrundtunnel sowie diversen Brückenbauten, darunter die übers Jagsttal. 150 Millionen Mark kostete allein der Bau des Albaufstiegs bei Aalen. Und unter dem Autobahnteilstück verschwanden rund 300 Hektar Land. Das sind umgerechnet etwa 420 Fußballfelder.

Was aber heute auch kaum vorstellbar wäre: ein Ostalbkreis ohne die Verkehrsader A 7 gen Norden und Süden. Und eine Bürgerini, die sich für Straßenbau einsetzt und nicht dagegen.

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