Eine extreme erste Sommerhälfte

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In der ersten Sommerhälfte waren auf der Ostalb zahlreiche Gewitter aktiv, dazu gab es sehr viel Niederschlag.

Am Montag sind Unwetter nicht aktiv, im Gegenteil: Es scheint häufig die Sonne.

Ostalbkreis. Gut die Hälfte des meteorologischen Sommers ist vorbei – und Teil eins wird uns als Sommer der Extreme in Erinnerung bleiben. Wir auf der Ostalb bekamen heftige Gewitter und teils sintflutartige Regenfälle ab, die es in dieser Intensität und Ausdauer schon lange nicht mehr gab. Nachdem der Juni bereits viel zu nass war, fiel auch im Juli bislang ungewöhnlich viel Regen: Nach 15 Tagen gab es mancherorts schon die doppelte Regenmenge für den gesamten Juli. Verglichen mit den fürchterlichen Bildern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatten wir, trotz der massiven Regenfälle und Überflutungen, letztlich dennoch Glück im Unglück. Doch während Deutschland im Regen versinkt, haben andere Länder Europas mit extremer Trockenheit und großer Hitze mit Werten zwischen 40 und teils knapp 50 Grad zu kämpfen.

Schuld an diesem Wetter-Chaos, das seit etwa Mai in Deutschland herrscht, ist eine sogenannte blockierende Wetterlage. Kurioserweise sind dabei ausgerechnet zwei Hochdruckgebiete spielentscheidend: Eines über dem nordöstlichen Teil Europas und das andere über dem Atlantik. Genau über Deutschland befindet sich ein Tief, das durch die Hochs praktisch gefangen ist. Somit dreht es sich beständig durch das Land und bringt die kräftigen Regenfälle. Da sich die Arktis immer schneller erwärmt hat dies zur Folge, dass die Temperaturunterschiede zwischen Äquator und der Antarktis abnehmen. Aus diesem Grund schwächt sich der Jetstream, ein Starkwindband in der Höhe, immer weiter ab – und das kann fatale Folgen haben. Dadurch bleiben Hoch- oder Tiefdruckgebiete lange an Ort und Stelle kleben. Vor drei und zwei Jahren hatten wir es auf der Ostalb mit großer Trockenheit und Hitze zu tun – nun mit massiven Unwettern. Eigentlich soll der Jetstream genau das Gegenteil bewirken, dass es sich Hochs und Tiefs eben nicht zu lange an Ort und Stelle gemütlich machen.

Auch wenn sich die Gewitter nun erstmal zurückziehen, sieht es nicht nach einer grundlegenden Wetterumstellung aus. Auch in der zweiten Hälfte des meteorologischen Sommers werden uns Schauer und Gewitter, die teils unwetterartig ausfallen können, weiterhin begleiten. Ein beständiges Hochdruckgebiet, mit Werten um 30 Grad und strahlendem Sonnenschein über einen längeren Zeitraum ist überhaupt nicht in Sicht.

Doch zumindest für ein paar Tage wird es nun deutlich freundlicher und auch wärmer. Am Montag gibt es auf der Ostalb einen Wechsel aus Sonne und teils dichten Wolken, ganz vereinzelt kann sich aber auch noch der ein oder andere kurze Schauer bilden. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist aber relativ gering. Die Spitzenwerte liegen bei 23 bis 26 Grad. 23 Grad werden es in Neresheim, 24 in Bopfingen, 25 in Aalen und Ellwangen. Rund um Schwäbisch Gmünd gibt’s die 26 Grad. In der Nacht zu Dienstag ist es meist klar oder nur locker bewölkt. Es kühlt ab auf 13 bis 11 Grad. Im weiteren Wochenverlauf scheint ausgiebig die Sonne, dazu liegen die Werte im sommerlichen Bereich. Tim Abramowski

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