Eine Gemeinde am Rande der Ostalb, in der es sich richtig gut leben lässt

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Wört ist am Wasser gebaut: der Dorfweiher prägt das Ortsbild und das Lebensgefühl der Bürgerinnen und Bürger.
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Die Randlage im Ostalbkreis und die Nähe zu Bayern ist für die Menschen in Wört kein Problem, sondern eröffnet zusätzliche Möglichkeiten.

Wört

Nur 59 Menschen aus Wört beteiligten sich an unserem Ostalb-Check. Das ist nicht viel. Nur eine Ostalbgemeinde hatte noch weniger Teilnehmende, Obergröningen. Setzt man die Zahl jedoch in Relation zu den Einwohnern, ist Wört mit 4,8 Prozent gar nicht so schlecht vertreten.

Mit 7,0 Punkten wird die „Lebensqualität“ in Wört bewertet. Das ist nur unwesentlich weniger als der Ostalb-Durchschnitt (7,2), was doch einigermaßen verwundert, schließlich liegt die Gemeinde fast 35 Kilometer von Aalen entfernt.

Wenn man im Landratsamt etwas erledigen muss, ist man fast eine Dreiviertelstunde unterwegs. Und mit besonders guten Buslinien ist die Gemeinde auch nicht gesegnet.

Wer in Aalen die Berufsschule besucht oder studiert, fährt, wenn er kein eigenes Fahrzeug hat, morgens erst mit dem Schulbus nach Ellwangen und dann mit dem Zug weiter nach Aalen.

Man kann also davon ausgehen, dass die gute Lebensqualität in Wört nicht durch die Nähe zu den Städten des Ostalbkreises zustande kommt.

Das Lebensgefühl hier am nordöstlichen Zipfel des Ostalbkreises resultiert ganz wesentlich aus dem Charme dieser Ortschaft, die ganz nah am Wasser gebaut ist. Fragt man Menschen in Wört nach ihrem Lieblingsort, dann nennen die meisten erst einmal den großen Dorfweiher, den man seit einigen Jahren auf einem gut ausgebauten Fußweg mit Steg über das Wasser umrunden kann. Der Blick über das Wasser auf die prächtige St.-Nikolaus-Kirche mit ihrem romanischen Turm ist zu jeder Jahreszeit eine Augenweide.

„Wört hat eigentlich alles, was man braucht“, sagt Harald Salzer. Es gibt eine Arztpraxis, einen Einkaufsmarkt, die Bankfiliale und ein gutes Sportgelände. Und dann lebt man in Wört auch ganz gut mit der Nähe zu Dinkelsbühl. In das mittelalterliche Touristenstädchen im benachbarten Bayern sind es nur sieben Kilometer, die man bequem auf gut ausgebauten Radwegen zurücklegen kann. Zum Einkaufen und Ausgehen nach Franken, das ist für viele Wörter keine Frage, schon wegen des Preisgefälles.

Was außerdem für Wört spricht: Die Gemeinde hat mit dem international aufgestellten Unternehmen TE Connectivity und dem Ensemble der Konrad-Biesalski-Schule (KBS) der Reha Südwest für Menschen mit Behinderung zwei starke Arbeitgeber am Ort, die auch fleißig Gewerbesteuer zahlen.

Wie war nun im Ostalb-Check die Bewertung von Wört?

Überdurchschnittlich wurden Sauberkeit (7,3), Sicherheit (6,4), Seniorenfreundlichkeit (6,4) und Kinderfreundlichkeit (6,4) bewertet. Unterdurchschnittlich Kultur (4,8), Klimaschutz (4,6), öffentlicher Personennahverkehr (4,3) und Einzelhandel (5,6).

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ostalb-Check konnten auch in Worten ihre Zufriedenheit oder Unzufriedenheit ausdrücken. Drei Stimmen sollen hier vorgestellt werden:

„Die Gemeinde Wört bietet leider nix für die Jugend an“, wurde bedauert.

„Die Schule in Wört hätte schon längst renoviert werden müssen. Kinder sind der Gemeinde unwichtig. Auch wird nichts für die Natur getan, geschützte Hecken werden sehr stark gestutzt, zum Teil auch noch im März. Spazierwege sind voll Hundekot und in den Wäldern liegt Müll“, ist eine weitere Meinung. Und „Mehr Mitsprache bei Entscheidungen der Gemeinde“, wurde noch gefordert.

Alle Ergebnisse finden Sie auf www.schwaepo.de/ostalbcheck


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Wört hat alles, was man braucht.“

Harald Salzer, in Wört geboren und aufgewachsen
Wört ist am Wasser gebaut: der Dorfweiher prägt das Ortsbild und das Lebensgefühl der Bürgerinnen und Bürger.
Der Fisch ist das Wappentier von Wört. Und an der Treppe zum Rathaus schaut er sogar aus dem Pflaster.

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