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Eine wackelige Geschichte

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Cordula Weinke über den Fernsehturm Heubach und Kirchturmpolitik

Er war einmal 162 Meter hoch, der Heubacher Fernsehturm – und damit einen Meter höher als der Kirchturm des Ulmer Münsters. "Darauf legen die Heubacher heute noch großen Wert", sagt Marc Pitschel. Das Vorstandsmitglied der Heubacher Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins (SAV) hat die Rekorde-Redaktion dieser Zeitung eben auf den Turm geführt. Anschließend sitzen wir vor der SAV-Hütte, um Geschichten rund um den Fernsehturm auf dem Heubacher Glasenberg zu erfahren.

Zum Beispiel: Der Fernsehturm wurde in den Jahren 1964 und 65 gebaut, damit die Bevölkerung in der Gegend um Heubach herum das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) empfangen konnte. Als dann 2008 das digitale Fernsehen die analogen Programme ersetzte, konnten die Antennen oben auf dem Fernsehturm um 20 Meter gestutzt werden. "Um Wartungskosten zu sparen", erklärt Marc Pitschel.

Oder auch: Der Heubacher Gemeinderat sei 1964 so stolz auf den geplanten Turmbau gewesen, dass er ihn anfangs sogar auf dem Rosenstein platziert hätte. "Sogar ziemlich weit vorne an der Kante, Richtung Ruine." Erst als sich Bürger vehement dagegen wehrten, so das Ortsbild zu verschandeln, sei der Glasenberg als Standort auserkoren worden. Marc Pitschel: "Vorne an der Kante wäre das auch eine wackelige Sache geworden."

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