Eisenstange auf Gleise: Kripo ermittelt wegen Verdachts des "Gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr"

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Die auf den Bahngleisen abgelegte Eisenstange wurde von Polizei sichergestellt.

Wie viele Fahrgäste sich zu diesem Zeitpunkt im Zug befanden oder ob bei der vom Lokführer eingeleiteten Notbremsung jemand verletzt wurde, ist nicht bekannt.

Schorndorf. Bei der Polizei wurde nachträglich ein Vorfall im Bahnbetrieb zwischen Schorndorf und Haubersbronn angezeigt. Dieser ereignete sich am vergangenen Freitag gegen 16.55 Uhr, als der Lokführer der Wieslauftalbahn in Richtung Rudersberg unterwegs war und etwa 300 Meter vor Haubersbronn ein Metallstück rammte, das auf den Schienen lag. Wie viele Fahrgäste sich zu diesem Zeitpunkt im Zug befanden oder ob bei der vom Lokführer eingeleiteten Notbremsung jemand verletzt wurde, ist nicht bekannt. Der aus Steuer- und Triebwagen bestehende Zug sowie die Gleise wurden beim Überfahren des Gegenstandes leicht beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 6000 Euro. Das circa ein Meter lange Metallstück (U-Profil) wurde von der Polizei sichergestellt. Es ist davon auszugehen, dass grundsätzlich Züge beim Überfahren derartiger Gegenstände entgleisen können, weshalb ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde.

Die Kripo bittet um Zeugenhinweise, die unter Tel. (07151) 9500 entgegengenommen werden. Insbesondere von Bedeutung wäre, ob Personen am Freitag dabei beobachtet wurden, wie sie das Metallstück zur Tatörtlichkeit, die zwischen Wiesen und Baumbeständen liegt, transportierten. Zudem ist die Herkunft des auf den Schienen abgelegten Gegenstandes unklar bzw. der Eigentümer unbekannt.

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