Erneuerbare Energien forcieren

Ostwürttemberg will mehr Flächen für die Nutzung erneuerbarer Energien ausweisen.

Aalen. Der Regionalverband Ostwürttemberg hat in seiner Herbstsitzung eine regionale Planungsoffensive für die Nutzung der erneuerbaren Energien in der Region gestartet. „Schon jetzt sind ca. 2,4 Prozent der Regionsfläche als für Windkraft- und Photovoltaiknutzung geeignet ausgewiesen. Wir wollen aber substanziell weitere Flächen sowohl für die Errichtung von Windenergie- als auch für Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Regionalplan ausweisen“, so der Verbandsdirektor des Regionalverbands, Thomas Eble.

Mehr Flächen identifizieren

Daher werde nun ein Teilregionalplan für die Nutzung erneuerbarer Energien erarbeitet. „Unser Ziel ist es, zusätzliche Flächen auszuweisen, in denen die Nutzung von Wind- und Sonnenenergie Vorrang vor anderen Nutzungen hat und die für die erneuerbaren Energien am besten geeignet sind, weil sie am wenigsten Konflikte aufweisen und gute Windverhältnisse aufweisen oder beispielsweise aufgrund der Topografie oder der geringen Bodenqualität für Sonnennutzung in Frage kommen.“

Hierzu werden klare Planungskriterien formuliert, an denen sich der Planungsprozess ausrichtet. Den Regionalplan wird der Regionalverband im engen Austausch mit den Städten und Gemeinden sowie den Fachbehörden erarbeiten, um einen breiten Konsens zu erzielen. Mit der regionalen Planungsoffensive soll, so die Auffassung der Verbandsmitglieder des Regionalverbandes, die Energiewende unterstützt und ein Beitrag zur Wertschöpfung in der Region geleistet werden. Zu prüfen wäre beispielsweise auch, ob durch Errichtung von Elektrolyseuren im Umfeld der Windkraft- oder Photovoltaikstandorten, die Energie in Wasserstoff gespeichert werden kann, um für Produktionsprozesse oder Mobilitätslösungen zur Verfügung zu stehen.

Die Mitglieder des Regionalverbandes haben aber auch hervorgehoben, dass verstärkt, Dachflächen auf Wohn- und Gewerbebauten für die Solarnutzung, sowohl für Strom- als auch für Wärmeproduktion genutzt werden sollen. Hierzu hatte der Verband die Potenziale der Dachflächen betrachtet und über die Möglichkeiten zur Aktivierung dieser Flächen beraten. Die Nutzung bestehender Gebäude sei vorrangig vor der Nutzung guter landwirtschaftlicher Böden, so die Einschätzung. Nach groben Zahlen sind 21000 Solaranlagen auf Dächern in der Region installiert, die es zusammen auf eine Leistung von 375 Megawatt bringen können.

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