Jahresrückblick Juni 2021

Extremregen bringt Hochwasser

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Das Bild am Morgen nach dem Extremregen: Die Taubentalunterführung ist voll mit Schlamm.

Dauerregen über Gmünd: Hochwasser in zwei Gmünder Unterführungen, aber keine Opfer.

Schwäbisch Gmünd

Der Dauerregen an diesem Mittwochabend im Juni über dem Gmünder Raum isr nicht einfach ein starkes Sommergewitter. Er liegt von der Stärke noch weit über der Kategorie von Unwettern, die statistisch gesehen nur einmal in 100 Jahren niedergehen. Das sagt damals Uli Kümmerle vom Deutschen Wetterdienst, der die Unwetterzelle auf Anfrage der Gmünder Tagespost genauer analysiert hat.

Zahlreiche Rettungskräfte müssen in Gmünd und Umgebung ausrücken. Die Pfitzer-Unterführung ist komplett überschwemmt, im Wasser schwimmt ein Auto, auch die Unterführung im Taubental ist voll mit Wasser. Verletzt wird durch das Unwetter laut Polizei und Feuerwehr aber niemand. Rund 80 Gmünder Feuerwehrleute sind im Einsatz, dazu die Polizei, Rettungskräfte des Technischen Hilfswerkes, des Roten Kreuzes und der Malteser, Mitarbeiter des kommunalen Ordnungsdienstes und des Bauamtes helfen mit.

Die Bilanz am nächsten Tag: Die Gmünder Feuerwehr kommt auf insgesamt 78 Einsätze, bilanziert Ralf Schamberger, stellvertretender Kommandant. Während sich das Technische Hilfswerk vor allem um die Taubentalunterführung gekümmert hat, war der größte Einsatz für die Feuerwehr beim Tennisverein Schwäbisch Gmünd im Schießtal. Dort stehen weite Teile der Anlage unter Wasser, ähjnlich wie nach dem Extrem-Unwetter 2016. Die Halle stehe komplett unter Wasser, auch sieben der 14 Plätze im Außenbereich sind von Schlamm bedeckt. Vom Hochwasser betroffen war auch Gmünds größter Arbeitgeber Bosch AS. Der Sulzbach ist im Schießtal über die Ufer getreten, Wasser ist in angrenzende Gebäude und Keller gelaufen.

Zurück zum Ausgangspunkt: „Das war absolut ein Extremereignis“, sagt der Experte über die Zelle, die aus Richtung Reutlingen heranzog und über den Aasrücken dann das Remstal erreichte. In Weiler, wo eine Messstation des Deutschen Wetterdienstes steht, kamen 80 bis 100 Liter auf jeden Quadratmeter Boden herunter.

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