Falsche Bankmitarbeiter - Schaden im sechsstelligen Bereich 

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Symbolbild

In zwei Fällen kam es zu Betrugsfällen mit hohem Schaden. Die Polizei warnt vor Betrügern. 

Böbingen/Aalen. Wie die Polizei mitteilt, kam es erneut zu Betrugsfällen mit falschen Bankmitarbeitern. Mutmaßlich über eine "Phishing-Mail", hatten am Donnerstag, 27. Januar, bislang unbekannte Betrüger widerrechtlich Zugriff auf das Online-Banking eines 69-Jährigen erlangt und dabei in dessen Namen die Aktivierung eines Sicherheitsverfahrens zur Freigabe von Transaktionen beantragt. Unmittelbar danach meldeten sich die Täter telefonisch bei dem Kunden und gaben sich als Bankmitarbeiter aus. Durch geschickte Gesprächsführung, im Zusammenhang mit einer angeblichen Pflichtumstellung im Rahmen der neu geänderten Sicherheitsbestimmungen, erreichten sie von ihm die Aktivierung eines Sicherungs-TAN, mit dem sie anschließend Transaktionen von seinen Konten vornahmen. Im Tatzeitraum von Dienstag bis Mittwoch kam es nun zu diversen Zahlungseingängen und anschließend zu Abbuchungen von sämtlichen Konten der Familie. Auf den Konten entstand insgesamt ein Schaden von ca. 90.000 Euro, so die Polizei. 

In einem weiteren Fall erhielt ein 66-jähriger Mann aus Aalen am vergangenen Dienstag ebenfalls Nachrichten eines bislang unbekannten Betrügers, der sich als Mitarbeiter der Sparkasse ausgab. Hierbei wurde dem Mann mitgeteilt, dass eine Umstellung seiner Konten auf ein anderes Sicherheitsverfahren nicht funktioniert habe. Laut Polizeimeldung wurde er im weiteren Verlauf von einem angeblichen Bankmitarbeiter - vom Rechenzentrum der Sparkassen aus Frankfurt - angerufen. Dabei wurde auf seinem Telefondisplay tatsächlich die Nummer der örtlichen Bank angezeigt. Der 66-Jährige wurde ebenfalls mit geschickter Gesprächsführung dazu gebracht, eine TAN mitzuteilen. Der angebliche Bankmitarbeiter gaukelte vor, dass die Konten nun umgestellt würden und er die nächsten 24 Stunden keinen Zugriff auf seine Online-Konten haben würde. Am gestrigen Mittwoch erfuhr der 66-Jährige von seiner Hausbank, dass in den letzten 24 Stunden mehrere Transaktionen auf seinem Konto stattfanden und insgesamt 24.700 Euro abgebucht wurden.

Die Polizei warnt daher:

- Sollten Sie aufgefordert werden, ohne eigenen Antrag, Banking-Verfahren freizugeben, nehmen Sie zuvor Kontakt mit Ihrer Bank auf. - Geben Sie in keinem Fall telefonisch Bankdaten, Codes oder TAN-Nummern an Dritte weiter. - Bleiben Sie skeptisch, auch wenn Ihnen die auf dem Display Ihres Telefons erscheinende Nummer bekannt ist. Rufen Sie im Zweifel zurück, benutzen Sie dafür aber nicht die Rückruftaste. Wählen Sie die Nummer selbst. - Verfolgen Sie regelmäßig die Transaktionen auf Ihrem Konto - Informieren Sie bei zweifelhaften Kontakten umgehend die Polizei sowie Ihre Bank

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