Falsche Enkelin ergaunert 20000 Euro

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Symbolbild: onw-images

Die Polizei warnt erneut vor Enkeltrickbetrügern und gibt Verhaltenstipps.

Laut Polizeipräsidium Aalen waren Enkeltrickbetrüger erneut erfolgreich. Dabei wurde eine Rentnerin aus Mainhardt am Donnerstag Opfer einer Betrugsmasche. Eine Telefonbetrügerin rief die Dame gegen 15.45 Uhr mit weinerlicher Stimme an, als die Seniorin fragte, ob es sich bei der Anruferin um ihre Enkelin handelt, bestätigte die Betrügerin dies. Anschließend gab die vermeintliche Enkelin vor, dass Sie wegen eines Verkehrsunfalls ins Gefängnis müsse und dies nur durch Zahlung einer Kaution abwenden könne. Die Rentnerin ließ sich von der Geschichte fesseln und willigte ein, 20000 Euro für die angebliche Kaution beizusteuern. Sie holte das Geld von der Bank und übergab es anschließend einer Person, welche bereits in der Nähe des Hauses wartete. Erst als die Dame später mit ihrem Mann über den Vorfall sprach, wurde der Betrug erkannt.

In den letzten Tagen muss das Polizeipräsidium Aalen feststellen, dass vermehrt Betrüger mit dem Enkeltrick oder als falsche Polizeibeamte versuchen an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Nicht nur im Landkreis Schwäbisch Hall, sondern auch im Rems-Murr-Kreis und im Ostalbkreis mussten in der letzten Woche derartige Anrufe verzeichnet werden.

Warnen Sie ältere Verwandte, Freunde und Bekannte vor den Betrügern und weisen Sie auf folgende Tipps der Polizei hin:

  • Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung. 
  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. 
  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. 
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. 
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht kennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. 
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. 
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen fordert, besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehenden Personen 
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen
  •  Kommt Ihnen der Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei   Weitere Warnhinweise der Polizei zum Phänomen Falsche Polizeibeamte, Enkeltrick und zu weiteren Betrugsmaschen finden Sie unter dem Link www.polizei-beratung.de.

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