Feuer und Flamme für Kunstdialog

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Die Ausstellung "Bienengewächs" im Kornhaus.

Maria Grazia Sacchitelli und Sabine Effinger präsentieren ihre Werke in der Galerie des Gmünder Kunstvereins.

Es gibt eine Schnittmenge in ihren Arbeiten. Die Natur, die Zurückhaltung bei der Farbgebung, Ideen, die den Werken zugrunde liegen. Dennoch haben sich die Stuttgarterin Maria Grazia Sacchitelli und die Münchnerin Sabine Effinger nie zuvor gesehen. Der Gmünder Kunstverein hat sie zusammengebracht.

"Wir wollten Künstlerinnen und Künstler zusammenbringen, von denen wir glauben, dass sie gut miteinander korrespondieren", sagt der Vorsitzende des Kunstvereins, Professor Dr. Klaus Ripper. Ein Grundsatz, der für die laufende Ausstellungssaison gilt. In einer Zeit, in der die Gesellschaft mehr auseinanderdriftet, sollen Menschen aufeinander zugehen.

Im Fall von Maria Grazia Sacchitelli und Sabine Effinger hat dies gut geklappt. Das sagen die Künstlerinnen bei der Ausstellungseröffnung, coronabedingt nicht in der Galerie im Kornhaus, sondern auf dem davor liegenden Kornhausplatz.

Viele Kunstfreunde sind dabei, lauschen dem von Julia Rhizoma moderierten Einführungsgespräch. Sabine Effinger war nach dem Anruf aus Schwäbisch Gmünd gleich Feuer und Flamme, Maria Grazia Sacchitelli überrascht, dass sie zu einer Ausstellung kommt, ohne sich beworben zu haben.

Sie treffen sich vor dem Münster in Schwäbisch Gmünd. "Und wir haben sofort über inhaltliche Themen zueinander gefunden", sagt Sabine Effinger. Sie, für die Pilze in der künstlerischen Arbeit eine wichtige Rolle spielen. Pilze, die, frisch geerntet, prall und fest sind, die sie gelegentlich auch einschnürt und dann erlebt, wie sie in sich zusammenfallen, dabei sogar biegsam werden.

Maria Grazia Sacchitelli schätzt ebenfalls die Formen der Natur. Die arbeitet sie durch Gegensätze heraus. Verpackungen, Kartons, die eingefärbt und auf eine Bildfläche geklebt den Ausgangspunkt für die Arbeit darstellen. Der schroffe Karton muss sich im Bild mit pflanzlichen Strukturen anfreunden. Strukturen, an denen Maria Grazia Sacchitelli lange arbeitet. In beiden Fällen sind es präzise Arbeiten, die nichts dem Zufall zu überlassen scheinen.

Nach so viel Einblick kann eine erste Gruppe in die Ausstellung eintreten, kann bleiben, so lange sie Peter Nickel am Cello begleitet – bis er nach kurzer Pause für die nächste Gruppe weiterspielt.

Am 31. Oktober werden die Künstlerinnen noch einmal persönlich im Kornhaus erscheinen. Ausgewählte Literaturstücke, die ihr künstlerisches Tun geprägt haben und Trommelklänge werden den Vollmond an diesem Abend dazu herausfordern, den Kornhausplatz ins Licht zu setzen.

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