Feuerwehrfahrzeuge im Ostalbkreis tragen Trauerflor

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Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Schwäbisch Gmünd ist mit Trauerflor versehen.
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In solidarischem Respekt mit den Kameradinnen und Kameraden in den Hochwassergebieten sind die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren des Ostalbkreises mit Trauerfloren versehen.

Ostalbkreis. Während der Rettungsarbeiten in den Hochwassergebieten im Westen Deutschlands sind sechs Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Dem Aufruf des Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes folgend, wurde auch an allen Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren im Ostalbkreis ein Trauerflor angebracht. In Nettersheim (Kreis Euskirchen) kam ein Feuerwehrangehöriger bei einer Menschenrettung ums Leben. Ein weiterer Feuerwehrangehöriger der Feuerwehr Rheinbach (Rhein-Sieg-Kreis) wurde im Einsatz leblos aufgefunden und verstarb nach Rettungsversuchen später im Krankenhaus. Ein 46-jähriger Feuerwehrmann der Löschgruppe Rosmart rutschte in Altena nach einer erfolgreichen Rettungsaktion beim Einsteigen in ein Feuerwehrfahrzeug ab und ertrank. In Werdohl kollabierte ein weiterer Feuerwehrmann im Einsatz und konnte nicht reanimiert werden. Eine Feuerwehrfrau ist bei den Rettungsarbeiten an der Ahr ums Leben gekommen. „Auch wenn wir wissen, dass unser Dienst immer mit der Gefahr verbunden ist, selbst Schaden zu nehmen, ist dies kein Trost in der Stunde unserer Trauer“, trauert DFV-Präsident Karl-Heinz Banse gemeinsam mit den Präsidenten bzw. Vorsitzenden der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (Dirk Aschenbrenner), des Werkfeuerwehrverbands Deutschland (Raimund Bücher) und der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in Deutschland (Jochen Stein).

Viele, die die Bilder aus dem Katastrophengebiet sehen, denken sofort ans bisher schlimmste Hochwasser, dass Schwäbisch Gmünd am 29. Mai 2016 erlebt hat. Damals stirbt ein 21-Jähriger, der sich mit anderen jungen Leuten in der überfluteten Unterführung im Taubental befindet. Und ein 38-jähriger Feuerwehrmann, der diesen retten will. Rettungskräfte geben alles, müssen die Suche aber abbrechen, weil die Lage zu gefährlich und unübersichtlich ist. Die beiden Vermissten ertrinken damals im Sog des Wassers in der Unterführung.

Tage nach der Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen laufen die Aufräum-, Reparatur- und Wiederaufbauarbeiten im Katastrophengebiet. Die Menschen schöpfen wieder Hoffnung, kämpfen aber auch mit den Tränen.

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