Friseure appellieren an Politiker

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Obermeister der Gmünder und der Aalener Friseurinnung: "Friseure müssen offenbleiben."

Aalen/Schwäbisch Gmünd. Die Friseur-Innungen von Aalen und Schwäbisch Gmünd hatten sich bereits vergangene Woche, zusammen mit dem Fachverband der Friseure, in einem Schreiben mit großer Besorgnis an die Landespolitik gewandt. Die Hoffnung war, "dass wenigstens bis Ende dieser Woche die Friseurbetriebe geöffnet bleiben können", wie Jutta Grames, Obermeisterin im Schwäbisch Gmünder Raum, und Bernd Bäuerle, Obermeister der Aalener Innung aktuell schreiben. Mit den neuesten Maßnahmen des Bundes und den Ländern werde dies alles "Makulatur". Die Friseure befänden sich mit der Schließung ab Mittwoch in der gleichen Situation wie Anfang des Jahres. Grames und Bäuerle sind bestürzt: "Von heute auf morgen und mitten in der wichtigen Vorweihnachtszeit werden uns wieder die Geschäfte zugemacht." Sie sehen die Schließung von Friseursalons "als unverhältnismäßig an und lehnen diese Vorgehensweise nachdrücklich ab". Es gebe ihres Erachtens "moderate und genauso wirksame Mittel, die umgesetzt werden können, um eine Ausbreitung des Virus über die Friseurbetriebe zu verhindern", schreiben sie.

Die Verpflichtung von verbindlichen Terminvereinbarungen sei ein Mittel, "um die Kundenströme verantwortlich und pandemiegerecht zu lenken". Mit ihr werde auch die Kontaktnachverfolgung hervorragend sichergestellt. Des Weiteren gebe es bereits jetzt eine Maskenpflicht für Kundinnen und Kunden sowie Friseuren, die sich "hervorragend bewährt" habe.

Appell an Landespolitik

"Die Friseurbetriebe sind ganz bestimmt keine Hotspots für Infektionen", erklären die Innungsobermeister. Dies bestätige auch die zuständige Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. "Stand 7. Dezember sind nur sechs Covid-19-Fälle aus der Friseurbranche gemeldet, welche noch nicht einmal anerkannt sind", schreiben Grames und Bäuerle. Mit dem Coroana-Arbeitsschutzstandard der Berufsgenossenschaft verfügten die Friseursalons im Ostalbkreis "über ein umfangreiches und wirksames Hygienekonzept". Friseurbetriebe unterhielten schon vor der Pandemie "ein zuverlässiges Hygienekonzept", das während der Pandemie "angepasst und optimiert" worden sei. "Im Namen der Kolleginnen und Kollegen der beiden Innungen fordern wir die Politik auf, keine Schließungen im Friseurhandwerk vorzunehmen. Wir handeln verantwortlich und fordern: Friseure müssen offenbleiben!", so Grames und Bäuerle.

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