Geimpfte infizieren sich seltener mit dem Corona-Virus 

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Geimpfte infizieren sich seltener mit dem Corona-Virus.
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Das Risiko, sich trotz vollständiger Impfung mit dem Virus anzustecken, ist niedrig, dennoch gibt es Fälle. Wie der Verlauf ist und welche Regeln dann gelten.

Aalen. Vollständig gegen Corona geimpft und trotzdem positiv auf das Virus getestet – ist dies möglich? Ja, denn die Impfung schützt nicht zu einhundert Prozent vor einer Ansteckung. Das Robert Koch-Institut (RKI) spricht bei den Impfungen von einem Schutz von etwa 80 Prozent. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine vollständig geimpfte Person mit dem Virus infiziert zwar vermindert, aber nicht unmöglich.

Auch auf der Ostalb gibt es Geimpft-Infizierte: Von den 40 aktiven Fällen, die das Landratsamt am Donnerstag meldete, seien sechs Personen vollständig Geimpfte mit dem Corona-Virus infiziert, teilt Susanne Dietterle, Pressereferentin des Landratsamts Ostalb, auf Nachfrage mit. Insgesamt seien es seit Beginn der Impfkampagne 23 Personen auf der Ostalb, die trotz vollem Impfschutz positiv auf Corona getestet wurden - also zwei Wochen nach der zweiten Impfung mit Biontech, Moderna oder AstraZeneca beziehungsweise 14 Tage nach der einen erforderlichen Impfung mit Janssen.

Anteil an Neuinfektionen durch Geimpfte niedrig

„Impfdurchbruch“ nennt es das RKI, wenn Menschen, die vollständig geimpft sind und sich dennoch anstecken. Insgesamt sind in Deutschland 5374 sogenannte Impfdurchbrüche seit dem 1. Februar 2021 dem RKI übermittelt worden (Stand 14. Juli). Bei einem Anteil von 141.288 vollständig geimpften Menschen auf der Ostalb (Stand 22. Juli) ergeben 23 Fälle einen Anteil von knapp 0,02 Prozent, die sich nach der Impfung infiziert haben. Aber: Umso höher die Impfquote in der Bevölkerung steigt, umso höher wird auch der Anteil der Geimpften an den Neuinfektionen sein. Wobei jedoch die Neuinfektionen verringert werden. „Aus Public-Health-Sicht erscheint durch die Impfung das Risiko einer Virusübertragung in dem Maß reduziert, dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung keine wesentliche Rolle mehr spielen“, schreibt das RKI auf seiner Webseite. Einen Anstieg an Neuinfektion durch vollständig Geimpfte sieht Susanne Dietterle auf der Ostalb aber nicht. Meist kämen die Fälle in Familien vor, wo sich ein Geimpfter infiziert hat und es sich innerhalb der Familie verbreitet.

Keine schweren Verläufe bei Geimpften

Im Gegensatz zu Ungeimpften hatten Geimpfte weniger bis keine Symptome, berichtet Susanne Dietterle weiter. Aber auch den Quarantänepflichten gibt es einen Unterscheid zu Ungeimpften, denn Geimpfte haben die Möglichkeit, sich frei zu testen. Wurde die Infektion durch einen PCR-Test bestätigt, muss die Person zunächst für 14 Tage in Quarantäne. „Nach fünf Tagen kann ein erneuter PCR-Test gemacht werden“, so Dietterle. Ist der CT-Wert, also der Wert, der anzeigt, wie ansteckend man ist, hoch, wird der Geimpfte aus der Quarantäne entlassen, erläutert Dietterle das Prozedere. Ein hoher CT-Wert bedeutet, dass die Ansteckungsgefahr niedrig ist.

Pop-up-Impfaktionen ohne Terminvereinbarung in der kommenden Woche

Das Landratsamt bietet folgende Impfungen ohne Termin an:

Montag, 26. Juli, und Dienstag, 27. Juli, jeweils von 9.30 bis 17 Uhr am Ostalb-Klinikum Aalen und Stauferklinikum Mutlangen

Donnerstag, 29. Juli, von 14 bis 18 Uhr am Lidl-Parkplatz in Heubach

Donnerstag, 29. Juli und Freitag, 30. Juli, von 9.30 bis 17 Uhr in der St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen

Samstag, 31. Juli, von 9.30 bis 18 Uhr am City Center Schwäbisch Gmünd

Montag, 2. August, und Dienstag, 3. August, jeweils von 9.30 bis 18 Uhr beim Ipf-Treff Bopfingen

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