Geldautomatensprengung: Haftbefehle gegen fünf Männer aus dem Raum Göppingen 

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Unbekannte zerstören Automat der Kreissparkasse in Lorch-Waldhausen. Sie flüchten ohne Beute, hinterlassen aber hohen Sachschaden.

Tat in Lorch bringt Ermittler auf die Spur der Täter.

Aalen/Stuttgart. Die Staatsanwaltschaft Ulm und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg teilen mit, dass es Haftbefehle gegen fünf Männer aus dem Raum Göppingen wegen dringendes Verdachts, Geldautomaten gesprengt zu haben, gibt. Die Männer befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

Die Gruppierung stehe im dringenden Verdacht, im Zeitraum zwischen 1. Juni und 12. Oktober dieses Jahres vier Geldausgabeautomaten in Bankfilialen in Donzdorf (1. Juni), Göppingen-Jebenhausen (28. September), Göppingen-Ursenwang (8. Oktober) und Lorch (12. Oktober) gesprengt zu haben, wobei die Ermittler davon ausgehen, dass für diese Taten ein- und dieselbe Gruppierung verantwortlich sein dürfte.

Tat in Lorch bringt Ermittler auf die Spur der Täter

Bei den vier Sprengungen hielten die Geldautomaten den Angriffen jeweils stand, so dass der Versuch, Bargeld im höheren fünfstelligen Bereich zu erlangen, scheiterte. Die Tat in Lorch am 12. Oktober brachte die Ermittler aber auf die Spur der Täter. Ein Zeugenhinweis führte zu einem verdächtigen Fahrzeug. Kräfte des Polizeipräsidiums Aalen durchsuchten dieses Fahrzeug und fanden darin mögliches Tatwerkzeug und Täterkleidung, heißt es in der Mitteilung weiter.

Weitere Ermittlungen führten zu drei weiteren Männern

Weitere Ermittlungen führten zunächst zu drei Männern im Alter zwischen 18 und 21 Jahren aus dem Raum Göppingen. Bei Durchsuchungen ihrer Wohnungen wurden weitere mögliche Tatmittel und Tatkleidung aufgefunden. Gegen sie erging bereits Mitte November dieses Jahres jeweils Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten schweren Bandendiebstahls und des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Sie befinden sich seither in Untersuchungshaft in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten.

Gegen zwei weitere Tatverdächtige - zwei 19- und 23 Jahre alte Männer ebenfalls aus dem Raum Göppingen - ergingen Anfang Dezember Haftbefehle. Sie konnten am 14. Dezember 2022 vorläufig festgenommen und dem Haftrichter beim Amtsgericht Ulm vorgeführt werden. Beim Älteren der beiden wurde der Haftbefehl des Amtsgerichts Ulm gegen Meldeauflagen außer Vollzug gesetzt, nachdem er umfangreiche Angaben zum Tatgeschehen gemacht hatte. Der 19-Jährige hingegen befinde sich nun ebenfalls in Untersuchungshaft.

Die Gruppierung stehe zudem im Verdacht, für eine Geldautomatensprengung am 6. Juni dieses Jahres in Eislingen an der Fils verantwortlich zu sein. Bei dieser Tat wurden rund 60.000 Euro erbeutet. Diesbezüglich dauern die Ermittlungen noch an.

Ob es einen Zusammenhang mit weiteren Geldautomatensprengungen im Ostalbkreis gibt, ist laut LKA nicht bekannt.

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