Geopark Ries erhält Unesco-Auszeichnung 

+
Landrat Dr. Bläse bei der Unesco-Evaluierung an der Geopark Infostelle Kirchheim am Ries.

Die Auszeichnung bedeutet eine immense Wertschätzung für das erdgeschichtliche, geologische und geowissenschaftliche Erbe der Region

Nördlingen. Der Geopark Ries ist offiziell Unesco Global Geopark: Der Exekutivrat, das Aufsichtsgremium der Unesco, hat während seiner zweiwöchigen Sitzungsperiode im April 2022 den positiven Beschluss des Internationalen Rats angenommen. 

Der Geopark Ries ist der einzige Einschlagskrater unter den jetzt 177 Unesco Global Geoparks weltweit und hat damit ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal. Die Auszeichnung bedeutet eine immense Wertschätzung für das erdgeschichtliche, geologische und geowissenschaftliche Erbe der Region sowie dessen Erschließung durch den Geopark Ries seit seiner Gründung 2004.

Stefan Rößle, der Vorsitzende des Geopark Ries und Landrat des Landkreises Donau-Ries betont, dass diese Auszeichnung „für alle Seiten ein Gewinn" sei und der Region durch die Auszeichnung "enorme Chancen“ biete. Das sieht auch der stellvertretende Vorsitzende und Landrat des Ostalbkreises, Dr. Joachim Bläse, so: „Für den Ostalbkreis ist dies nun das dritte Unesco-Prädikat!“

Denn auch der UnescoGlobal Geopark Schwäbische Alb hatte Anfang des Monats den Erhalt seines Unesco-Titel bestätigt bekommen. Zudem durchzieht das Unesco-Welterbe „Obergermanisch-Raetischer Limes“ auf fast 60 km den gesamten Ostalbkreis.

Nach vier Jahren erneute Prüfung

Auszeichnungen für das Welterbe, wie den Limes, werden auf Dauer vergeben, während der Geopark Ries sich – wie alle anderen Unesco Global Geoparks – nach vier Jahren erneut einer Qualitäts- und Fortschrittsprüfung unterziehen muss. Diese Qualitätsprüfung wird immer von einem internationalen Experten-Duo durchgeführt.

Mit dem Titel verbunden sind neue, anspruchsvolle Aufgaben für den Geopark. „Im Herbst werden wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Partner-Netzwerken beginnen, unseren nächsten Entwicklungsplan zu erarbeiten“, kündigt Geschäftsführerin Heike Burkhardt an.

„Wir wollen, werden und müssen also kräftig an der Weiterentwicklung der Region und dem hohen Qualitätsstandard im Sinne der Richtlinien arbeiten, um Erfolge vorweisen zu können“, so Rößle und Burkhardt.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

Kommentare