GOA-Preise bleiben 2021 unverändert

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Seit 2018 können die Müllgebühren zum vierten Mal in Folge unverändert gehalten werden. Grafik: ca
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Nur die 30-Liter-Säcke werden um zehn Euro teurer, ansonsten hält das Gremium die Gebühren stabil und freut sich über rund eine Million Euro Gewinn des Abfallentsorgers.

Aalen

Die Preise der GOA bleiben auch 2021 stabil, für Kunden wird nichts teurer. Seit 2018 können die Gebühren zum vierten Mal in Folge unverändert gehalten werden. Der Kreistag hat beschlossen, dass die Jahresgebühr für Hausmüll und hausmüllähnliche gewerbliche Siedlungsabfälle, die Leerungs- und Sackgebühren sowie die Gebührensätze für Bioabfälle gleich bleiben.

Ebenso unverändert bleibt die Gebühr für die mit den Entsorgungsscheinen beantragte sofortige Abholung von Sperrmüll, Schrott oder Elektro- und Elektronik-Altgeräten "Eilservice" wie auch die Gebührenstaffelung für die Selbstanlieferung von Abfällen in Kleinmengen und die Selbstanlieferung kleinerer Mengen von Erdaushub und Bauschutt.

Einzig die Jahresgebühr für die Veranlagung mit 30-Liter-Säcken wurde zum 1. Januar 2021 um zehn Euro angehoben. Die durch die Jahresgebühr abgedeckten Leistungen (Wertstoffhöfe, Sperrmüllabholung, Grüncontainer usw.) können sowohl von Haushalten, die die Sackabfuhr, als auch von Haushalten, welche die Behälterabfuhr gewählt haben, gleichermaßen in Anspruch genommen werden. Da die Haushalte – unabhängig von der Veranlagungsart – dieselben Leistungen in Anspruch nehmen können, wurde die Jahresgebühr für die Sackabfuhr und die Behälterabfuhr mit dem kleinsten wählbaren Behälter (60 Liter) gleich hoch festgesetzt, so die Erklärung. Weiter wurden Mindestleerungen, sowohl bei der Veranlagung mit Müllsäcken, wie auch bei der mit Behältern festgesetzt.

Kampf gegen wilden Müll

So soll sichergestellt werden, dass der Abfall in regelmäßigen Zeitabständen abgefahren wird und ein Teil der Gebührenpflichtigen nicht verleitet wird, ihren Abfall verbotswidrig zu entsorgen. Ziel ist es, illegale Abfallablagerungen und Fehlwürfe in die Getrenntsammelsysteme zu vermeiden.

Im Hausmüllbereich wird der Überschuss aus dem Jahr 2018 in Höhe von rund 360 000 Euro komplett als Einnahme verrechnet. Im Erdaushub- und Bauschuttbereich wird der verbleibende Überschuss aus dem Jahr 2017 in Höhe von etwa 1000 Euro abgedeckt. Die Fehlbeträge aus den Jahren 2018 in Höhe von rund 43 000 Euro und 2019 in Höhe von rund 7600 Euro werden in den Gebührenkalkulationen 2022 und Folgejahre ausgeglichen.

Für das Jahr 2020, so hieß es, zeichne sich in beiden Bereichen ab, dass voraussichtlich kein belastender Fehlbetrag entstehen wird. Die Abfallmengen und Veranlagungszahlen des Jahres 2021 wurden unter den Prämissen aus Hochrechnungen der bisher angefallenen Mengen und Veranlagungsstatistiken geplant.

Für die Nachsorge der stillgelegten Hausmülldeponien Ellert, Heubach-Buch, Blasienberg sowie Teile der Deponie Reutehau und Herlikofen sind Entnahmen von rund einer Million Euro aus den angesammelten Rücklagen vorgesehen.

Insgesamt hat die GOA ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 hinter sich. Als geplante Gewinnausschüttung können dem Abfallgebührenhaushalt 1,03 Millionen Euro als Einnahme zugeführt werden.

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