Grüne zur Klinikdebatte: Patientenwohl insbesondere im ländlichen Raum schützen

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Im Juli soll über die Zukunft der Kliniken im Ostalbkreis entschieden werden.

Die Grünen des Kreistags im Ostalbkreis nehmen Stellung zur aktuellen Klinikdebatte. 

Aalen. "Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat sich in den letzten Wochen intensiv mit der Entwicklung der Kliniklandschaft auseinandergesetzt", heißt es in einer Mitteilung der Fraktion. Dabei sei noch einmal deutlich geworden, dass drei Punkte im Vordergrund stehen müssen: Die kommunale Trägerschaft der Kliniken müsse erhalten bleiben, im Vordergrund aller Veränderungsprozesse müsse das Patientenwohl stehen und ausreichend Personal werde nur gefunden werden, wenn die Mitarbeitenden mit ihren Arbeitsplätzen zufrieden sind.

In den letzten Wochen sei zudem deutlich geworden, dass Sachzwänge wie Fachkräftemangel, steigende Investitionsbedarfe und gesetzliche Vorgaben ein „weiter so“ nicht zulassen. Dieses würde alle drei Standorte in Mutlangen, Aalen und Ellwangen gefährden.

"Es war der richtige Weg, alle Fakten zu sammeln und kritisch zu diskutieren, sowie einen Lenkungsausschuss aus der Ärzteschaft, dem Klinikpersonal aus allen drei Häusern und dem Vorstand der Kliniken zu bilden", heißt es in der Mitteilung weiter. "In diesem Lenkungsausschuss wurden die unterschiedlichen Sichtweisen der drei Standorte eingebracht." Dass Vertreterinnen und Vertreter der Mitarbeiterschaft eingebunden wurden, begrüßen die Grünen im Kreistag des Ostalbkreises ausdrücklich.

Über die Standortfrage wurde noch nicht entschieden. Nach Überzeugung der Grünen sollte das am Ende des Prozesses stehen. Im Ergebnis müsse dabei sowohl die stationäre als auch die ambulante Versorgung der Bevölkerung gesichert werden. "Dies muss für den gesamten Ostalbkreis gewährleistet sein, insbesondere für die an den Grenzen des Ostalbkreises liegenden Gemeinden." 

Grüne fordern konsequente Energiebilanz bei allen Varianten

Bei jeglicher Variante – egal ob Erhalt oder Neubau – solle zudem eine konsequente Energiebilanz gemacht werden. Den technologischen Fortschritten in der Medizin müsse ebenso Rechnung getragen werden. Nachdem in der vergangenen Woche allen Kreisrätinnen und Kreisräten die Ergebnisse der Lenkungsgruppe vorgestellt wurden, gelte es nun, vor einer endgültigen Beschlussfassung, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren und deren Anregungen in den weiteren Prozess miteinzubinden.

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