Gut gelaunt - auch wenn's eng wird

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GOA Pascal van Velzen
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Wo liegen die Stärken und Schwächen der Gemeinden auf der Ostalb? Gmünder Tagespost und Schwäpo starten eine große Umfrage. Ein GOA-Mitarbeiter erzählt von „seinem“ Ostalbkreis.

Ostalbkreis

Wer aus beruflichen Gründen den ganzen Tag im Ostalbkreis unterwegs ist, der muss zwangsläufig ein Ostalb-Checker sein. Bei Pascal van Velzen ist das so, weil er als Werker bei der GOA beschäftigt ist. Der 46-Jährige fährt hinten drauf beim Müllauto mit und ist zuständig fürs Leeren der Restmülltonnen.  Von Abtsgmünd bis Waldstetten, von Aalen bis Gmünd: Pascal van Velzen hat einen besonderen Blick auf die Gemeinden im Kreis.

Die Straßenverhältnisse: Dicker Lastwagen, enge Gassen – gibt es besonders unbeliebte Routen für die GOA-Leute? „Wir haben es bislang immer geschafft, die Straßen abzufahren, zu wenden oder rückwärts rauszufahren“, sagt van Velzen, der momentan selbst den Lastwagen-Führerschein macht. Besonders unbeliebte Routen kennt der Werker nicht. „Derzeit stellen wir aber fest, dass beim Bau von Neubaugebieten nicht ausreichend bedacht wird, dass Müllfahrzeuge durch die Straßen fahren müssen“, ergänzt GOA-Sprecherin Amanda Hausmann.

Pausen-Plätze: Die Werker machen während ihrer Touren eine Vesperpause. Dabei geht's der Lastwagen-Besatzung allerdings weniger um eine schöne Aussicht als darum, wo sie mit ihrem großen Fahrzeug geschickt anhalten können und keinem den Weg versperren. Am Scheffold-Gymnasium in Gmünd sei ein guter Platz für eine Vesperpause, erklärt Pascal van Velzen. Praktisch sei auch Oberkochen für eine Pause oben am Berg beim Friedhof. Und am Mutlanger Sportplatz sei eine kurze Auszeit ebenfalls gut möglich. Etwa acht Stunden dauere eine Tour. „Das ist okay, die Routen sind gut aufgeteilt und machbar“, findet van Velzen, der seine Arbeit gerne macht und die gute Laune selten verliert.

Die Ostälbler: „Vor allem für einige Kinder sind wir fast wie Superhelden“, freut sich der GOA-Mann. An einigen Orten warteten die Mädchen und Jungs schon am Fenster oder an der Haustür, bis das Müllauto kommt. Lächeln und Winken auf beiden Seiten – „das ist eine tolle Sache“, findet der Werker, der sich freut, wenn die Leute mit seiner Arbeit zufrieden sind. Ein freundliches Lächeln und ein paar Worte helfen auch, wenn sich manche übers GOA-Fahrzeug ärgern, erklärt van Velzen. Beispielsweise sei seine Truppe in Oberkochen ein kurzes Stück auf einem landwirtschaftlichen Sträßchen unterwegs, weil's nicht anders gehe. Das verärgere manchmal die Spaziergänger dort. Wenn die GOA-Mitarbeiter aber erklärten, dass dies rechtens und anders nicht möglich sei, verstünden das die Leute in der Regel.

Die Mülltonnen: Der Werker ist froh, dass die Restmülltonnen über den Schütt-Mechanismus am Laster automatisch angehoben werden. Die zylinderförmigen schwarzen Mülltonnen, die es früher gab, seien garantiert viel schwieriger zum Leeren gewesen. Probleme machten den GOA-Mitarbeitern die Tonnen, deren eingebaute Chips nicht funktionieren.  Am Laster hinten befindet sich ein Computer, der dann eine Fehlermeldung anzeigt. Entweder sei der Chip kaputt oder die Müllgebühr sei nicht bezahlt worden, erläutert der GOA-Mitarbeiter. Die Fehlermeldung lande in der Zentrale. Die Mülltonne bekomme einen Aufkleber mit dem Hinweis, der Kunde möge sich an die GOA wenden. Die wenigsten defekten Mülleimer gibt's in Herlikofen, vermutet der Werker lachend. Das freue ihn, weil er selbst dort wohne. Kuriosen Schrott? „Keine skurrilen Geschichten“, vermeldet Amanda Hausmann. Es sei klar vorgegeben, was beispielsweise als Sperrmüll gelte und was nicht. 

Die GOA in Zahlen: Die GOA ist für den kompletten Ostalbkreis zuständig. Das sind 42 Städte und Gemeinden. Die Flotte für die kommunale Abfuhr ist mit 45 Fahrzeugen unterwegs. Es gehören rund 90 Mitarbeiter dazu. Eine Schicht dauert im Schnitt acht Stunden, Arbeitsbeginn ist um 6.45 Uhr. An 20 Standorten gibt's die modernen Unterflurcontainer fürs Altglas – in Aalen, Gmünd, Essingen, Heubach, Hüttlingen, Oberkochen, Neresheim und Westhausen. Die Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung (kurz GOA) gibt's seit 1992.

  • Mitmachen beim großen Ostalb-Check
  • Wie zufrieden sind die Menschen auf der Ostalb in ihren Gemeinden? Wie schätzen sie die Sicherheit, Lebensqualität, Sauberkeit, Kinderfreundlichkeit, die medizinische Versorgung und den Nahverkehr in ihrem Ort ein? Die Schwäbische Post und Gmünder Tagespost möchten das wissen und starten ab Februar den großen Ostalb-Check. Wir haben einen Fragenkatalog vorbereitet. Jede Ostälblerin und jeder Ostälbler kann mitmachen. Am Ende steht ein in dieser Form bislang noch nie abgefragtes Stimmungsbild. Ab Februar wird der Fragenkatalog online gestellt. Einen Monat lang sollen dann so viele Ostalb- Bürger wie möglich die kurzen Fragen beantworten.

Lächeln und Winken auf beiden Seiten

Pascal van Velzen, GOA-Mitarbeiter

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