Häusler und Asbrock fordern Hilfe für Gastronomen

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Die Grünen-Landtagskandidaten wenden sich in einem offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten.

Aalen/Schwäbisch Gmünd. Die Grünen-Landtagskandidaten Martina Häusler und Alexander Asbrock verleihen der dringenden Forderung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Ostalbkreis Nachdruck, die fälligen Corona-Hilfen des Bundes schnell auszuzahlen. In einem offenen Brief wenden sie sich an die Bundestagsabgeordneten der Wahlkreise Aalen-Heidenheim und Backnang-Schwäbisch Gmünd.

"Die Unternehmerinnen und Unternehmer des Gastgewerbes im Ostalbkreis befinden sich in existenzieller Not. Dies wurde bei einem Pressegespräch des DEHOGA Ostalbkreis mit Grünen-Kreispolitikern und den Grünen-Landtagskandidaten überdeutlich", schreiben die beiden.

Die versprochenen Hilfen des Bundes kommen aus Sicht der Landtagskandidaten bei den Leidtragenden der Corona-Schließungen nicht oder nur sehr schleppend an. "Bis Ende Januar 2021 wurden immer noch nicht alle Novemberhilfen vollständig ausgezahlt", betonen Asbrock und Häusler.

Die Liquidität der rund 800 Hotel- und Gastronomiebetriebe im Ostalbkreis mit ihren rund 6500 Arbeits- und Ausbildungsplätzen sei zu großen Teilen überstrapaziert und führe vielfach in die Existenzvernichtung. "Bereits jetzt stehen 15 Betriebe wegen Illiquidität dauerhaft vor der Schließung."

Die Abgeordneten vermissen Hilfe für Mischbetriebe, etwa Bäckereien mit Cafés oder Metzgereien mit Cateringservice. Diese werden laut Schreiben bei den Corona-Hilfen des Bundes nicht berücksichtigt. Dies müsse dringend korrigiert werden.

"Große Sorge machen sich die Betriebe auch um ihre 4073 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen. Sie erhalten keinerlei Kompensation und fallen mit ihrem Einkommen auf Null. Wir fordern daher die Einführung eines Kurzarbeitergeldes auch für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse", betonen die beiden. Diese Maßnahme sei wichtig, weil die Möglichkeit des Hinzuverdienens für die finanziell schwächsten Menschen in der Gesellschaft durch die erlassenen Corona-Verordnungen unmöglich sei.

Die beiden bitten die Bundestagsabgeordneten darum, Unternehmerinnen und Unternehmer in ihrem Kampf um den Erhalt ihrer Existenzen zu unterstützen; dafür zu sorgen, dass die Corona-Hilfen des Bundes ausgezahlt und ausgeweitet werden; und die Nöte anderer Branchen im Blick zu behalten.

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