Heidi Schroedter ist nun Ehrenvorsitzende

Wechsel in der Leitung: Für Natalie Pfeffer von der Caritas kommt Sabine Nemesch vom DRK.

Aalen. Nach zehn Jahren leitender Tätigkeit im Vorstand des Kreisseniorenrates wurde Natalie Pfeffer mit Dank für ihre Arbeit in den Ruhestand verabschiedet. Sie war für die Caritas Vertreterin der Liga der Freien Wohlfahrtsverbände. Als Nachfolgerin wurde Sabine Nemesch vom DRK gewählt. Heidi Schroedter, die den Kreisseniorenrat (KSR) von 2009 bis 2019 als Vorsitzende geleitet hat, wurde für ihre Verdienste zur Ehrenvorsitzenden ernannt.

„Für den Ausbau einer optimalen Gesundheitsfürsorge im Ostalbkreis wünsche ich mir für die nächsten Monate und Jahre einen starken Kreisseniorenrat“, sagte Landrat Dr. Joachim Bläse in seinem Grußwort in dessen Mitgliederversammlung. Das gelte besonders für den Pflegebereich und die kommunale Pflegekonferenz. Der KSR sei das Sprachrohr für die 42 Kommunen. „Unter den anstehenden Aktivitäten nehmen die Maßnahmen für die Ukraine-Flüchtlinge eine vorrangige Position ein, betonte der Landrat. Ebenfalls sehr wichtig sei die Mitwirkung bei der ausreichenden Versorgung des Ostalbkreises mit Haus- und Fachärzten.

Dass die Meinung des KSR bei kommunalen Entscheidungen sehr gefragt sei, habe sich im vergangenen Jahr gezeigt, hob der KSR-Vorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht hervor. Günter Höschle wies auf das Thema Corona mit seinen negativen Erscheinungsformen für Senioren hin. „Bei den Pflegekonferenzen stand die Quartiersentwicklung mit dem Ziel, Einsamkeit älterer Menschen zu verhindern, im Vordergrund“, stellte der Vorsitzende fest.

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Altersarmut und ihre Auswirkungen. Der Landrat habe den KSR gebeten, sich mit diesem Thema intensiv zu beschäftigen. „Obwohl die Menschen ihr Leben lang gearbeitet haben, reicht das Geld zum Leben nicht aus, schilderte Höschle die derzeitige Situation. Kindererziehungszeiten, geringfügige Beschäftigung oder Krankheit seien häufig die Ursachen, die das Einkommen dieser Menschen unter 60 Prozent des Mindesteinkommens drücken. Entscheidend sei, dass ihre Lebensqualität auch im Alter gewährleistet sein muss, forderte er. Es gelte, rechtzeitig die Beratungsstellen des Landkreises, der Seniorenräte, der Kirchen, des DRK und des VdK zu nützen.

Wertvolle Impulse gab das Referat „Gut älter werden im Quartier, Strategie vor Ort und schlafende Hunde wecken“. Dieter Lehmann, Kommunalberater in der Senioren- und Quartierarbeit zeigte anhand vieler Beispiele die Möglichkeiten „sorgender Gemeinschaften“ auf. In Zukunft sei es erforderlich, noch mehr Ehrenamtliche für den Einsatz in den verschiedenen Bereichen sozialer Arbeit zu gewinnen. Die Erfahrung lehre, dass man mit dem Ehrenamt gesünder lebe.

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