Herbrechtingen: Angriff mit Öl auf geplante Flüchtlingsunterkunft

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Mitarbeiter der Spurensicherung der Polizei stehen vor einem ehemaligen Hotelgebäude, dass als geplanten Flüchtlingsunterkunft vorbereitet wird.

Unbekannte haben vor einer geplanten Flüchtlingsunterkunft Altöl ausgeschüttet. Die Polizei geht von einem politischen Motiv aus.

Herbrechtingen. Wie die Polizei mitteilt, kam es am Donnerstag zu einem Angriff mit Motoröl vor einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Herbrechtingen im Landkreis Heidenheim. Ein Zeuge stellte Flecken auf dem Boden vor einem leerstehenden Gebäude in der Bahnhofstraße fest. Er meldete dies am Donnerstag der Polizei und die Beamten fuhren an den Tatort und nahmen die Ermittlungen auf. Sie stellten an zwei Stellen großflächig Altöl auf dem Boden vor dem Haus fest. Das Öl wurde vermutlich in der Zeit zwischen Mittwochmittag und Donnerstagmorgen dort verschüttet. Dadurch entstand Schaden auf dem Boden. Die Schadenshöhe wird von der Polizei im Rahmen ihrer Ermittlungen festgestellt. Die Feuerwehr rückte aus und beseitigte das Öl. Sie stellten damit sicher, dass das Öl nicht ins Erdreich eindringt.

Weil das Gebäude möglicherweise als Notunterkunft genutzt werden soll, wird ein möglicher politischer Hintergrund durch die Kriminalpolizei geprüft, heißt es in der Polizeimeldung. Der SWR schreibt in einer Meldung, dass in einer der Öllachen ein Zeitungsartikel zum Ukraine-Krieg gefunden wurde. Darauf habe sich ein Bild mit den ukrainischen Klitschko-Brüdern und der Aufschrift "Nazis" befunden. Das Öl wurde laut SWR-Bericht nicht angezündet. 

Unbekannte haben Motorenöl ausgeschüttet und einen Zeitungsartikel zum Ukraine-Krieg hinterlassen.

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