Hüttlingerin startet Petition zum Erhalt der Kliniken im Ostalbkreis

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Schon über 2.500 Menschen haben die Online-Petition virtuell unterzeichnet.

Hüttlingen. Die Frage, wie es mit den drei Kliniken in Aalen, Ellwangen und Mutlangen weitergeht, bewegt derzeit den Ostalbkreis. Zuletzt sorgte auch die Tatsache, dass die Debatte über die Zukunft der Kliniken Ostalb nicht in der breiten Masse, sondern oftmals in nicht-öffentlichen Sitzungen des Kreistags geführt wurde, für Kritik. Auch deshalb hat Sandy Frank aus Hüttlingen eine Online-Petition ins Leben gerufen – und die haben schon über 2.500 Menschen unterschrieben.

„Es kann nicht sein, dass über die Betroffenen hinweg, also Bürger, Patienten und Angestellte, entschieden wird“, so die 44-jährige Initiatorin. Eine Schließung von Kliniken solle keine politische Entscheidung sein, betont sie. „Die Bürger sollten ein Mitspracherecht haben, wenn es um ihre Versorgung geht, für die sie ja schließlich bezahlen.“ Und dafür seien Kreis- und Landtage schließlich da: um die Interessen der Bürger zu vertreten und nicht nur auf Profit zu achten. 

Unterstützer unterschreiben im Minutentakt

Ein Blick auf die Webseite zeigt, dass Sandy Frank mit dieser Meinung nicht alleine ist. Im Minutentakt unterschreiben Menschen virtuell die Petition – und haben dabei auch die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen und die Gründe für die Unterschrift anzugeben. Und diese sind vielfältig – es ist etwa von einer Hebamme oder von Pflegepersonal zu lesen, die die Unterschriftenaktion befürworten. „Ich finde es nicht beruhigend, im Notfall noch längere Wege in Kauf zu nehmen“, schreibt eine weitere Unterstützerin.

Für Sandy Frank sprechen weitere Gründe dagegen, eine oder mehrere der Kliniken im Ostalbkreis zu schließen. Es entbehre jeglicher Grundlage, „für für zig Millionen Kliniken zu sanieren und auszubauen, um sie dann zu schließen.“ Die 44-Jährige kritisiert zudem, dass Bürger zum Sparen angehalten werden – während ohne das Führen einer breiten Diskussion eine neue Klinik gebaut wird. „Wie sollen es sich sozial schwache Menschen leisten, für ein MRT dorthin zu kommen? Oder Menschen mit Angststörungen?“, fragt sie weiter. 

Mit Aalens Oberbürgermeister Frederick Brütting steht Sandy Frank im Austausch, berichtet sie – und verweist auf die öffentliche Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 19. Mai, bei dem auch die Klinikleitung vor Ort sein wird. 

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