Humor, ganz ohne Worte präsentiert

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Sorgt für gute Laune beim Kleinkunstfrühling in Hüttlingen: das Duo "Habbe & Meik".

Wie "Habbe & Meik" das Hüttlinger Publikum für sich einnehmen.

Kabarett ohne Mimik, dafür mit Masken und vielen Gesten: So hat das Duo "Habbe & Meik" das Bürgerhaus Hüttlingen unsicher gemacht. Eigentlich für den Kleinkunstfrühling eingeplant, war der Termin verschoben worden. Trotz der Corona-Auflagen haben es Kleinkunstfrühling-Macher Charlie Berth und Team geschafft, die Pantomimekünstler auf die Ostalb zu bringen.

Fenster und Türen geöffnet, die Lüftung an – trotz Kühle haben sich zahlreiche Zuschauer im Bürgersaal versammelt. Sie sollen es nicht bereuen. Doch bevor die Künstler auf der Bühne stehen, ergreift Berth das Wort. "Frühling im Oktober – im Covid-19-Zeitalter", sagt er, weist auf die Regeln hin und stellt die Gäste vor: "Maskentheater ist etwas besonderes im Kleinkunstbereich." Als poetisch beschreibt Berth das, was kommen wird. Und weist darauf hin, dass die Artisten eine ihrer letzten Shows spielen, denn nach 34 Jahren auf der Bühne sei Schluss.

Dann geht es los und dem Zuschauer eröffnet sich eine Szene, in der ein Mädchen mit Locken und im Kleidchen auf einer Parkbank sitzt. Ein Junge kommt hinzu und versucht es auf unterschiedliche Weise zu beeindrucken. Schnell wird klar: für dieses Spiel, das zahlreiche Clownerie-Elemente birgt, braucht es wirklich keine Worte. Sehr humorvoll und mit Liebe zu Details spielen die diplomierten Pantomimen Hartmut Ehrenfeld (Habbe) und Michael Aufenfehn (Meik) mehrere Persönlichkeiten. Slapstickeinlagen reihen sich gekonnt aneinander – einer der beiden steckt in den Sprossen der Leiter fest oder der andere kämpft mit seinem Betttuch.

Immer wieder zeigt sich, wie athletisch und geschickt die beiden sind. Sie balancieren auf einem Brett, das durch die Leiter geschoben wurde, in luftiger Höhe und spielen dort auf ihren Instrumenten.

Denn ja, Musik gibt es auch. So wird "Freude schöner Götterfunke" mittels Fahrradklingeln kredenzt, sehr zur Freude des Publikums, das nach jeder Szene applaudiert. Später erklären Meik und Habbe, dass sie die Gäste üblicherweise noch mehr ins Spiel einbinden, was wegen Corona nicht gehe. Aber zumindest dirigieren sie gekonnt ein Klatschkonzert – das Publikum macht sehr gut und im Takt mit.

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