IHK ehrt die besten Auszubildenden

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Josefine Grath

Mit 500 virtuellen Gästen vor den Bildschirmen zeichnet die IHK die besten Nachwuchskräfte aus. In der Region gibt es erneut zahlreiche Landes- und Bundessieger. Zudem wurde der Otto-Rieger-Preis vergeben.

Bei der Corona-bedingten Online-Gala hat die IHK Ostwürttemberg viele Auszeichnungen vergeben. 375 Absolventen wurden für ihre Spitzenleistungen ausgezeichnet und erhielten für ihre hervorragenden Prüfungsleistungen Preise und Belobigungen. An den Winter- und Sommerprüfungen 2020 haben insgesamt 1825 Auszubildende aus kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen teilgenommen. Jährlich werden rund 20 Prozent aller Prüfungsteilnehmer für ihre hervorragenden Leistungen von der IHK Ostwürttemberg ausgezeichnet – jeder fünfte Auszubildende schließt seine Berufsausbildung mit einem Preis oder einer Belobigung ab. Nun wurden diese besten Auszubildenden in Ostwürttemberg bei einer Online-Gala mit annähernd 500 Teilnehmern von der IHK ausgezeichnet. Zudem gratulierte die IHK den drei bundesbesten und gleichzeitig landesbesten Auszubildenden in ihren jeweiligen Berufen: Fauzi Musliu, Franz Traub GmbH & Co. KG, Aalen; Dominik Elser, Carl Zeiss AG, Oberkochen; und Jan Grempels, vohtec Qualitätssicherung GmbH, Aalen.

Ebenfalls Landesbeste in ihren Ausbildungsberufen sind Marcel Schwarzkopf, Leicht Küchen AG, Schwäbisch Gmünd; Dennis Heise, AOK Baden-Württemberg, Schwäbisch Gmünd; Sarah Holzmann, Omega-Sorg GmbH, Essingen, Hannes Rothfuss, Fedinand Walcher & C.F. Rees GmbH, Heidenheim; und Simon Sprößer, VAF Gesellschaft für Verkettungsanlagen, Automationseinrichtungen und Fördertechnik mbH, Bopfingen. An Bianca Setzer von der Omega-Sorg GmbH ging als beste Auszubildende der Region Ostwürttemberg der Otto Rieger-Preis.

IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle gratulierte den Absolventen: "Sie haben nicht nur hervorragende Leistungen erzielt, sondern Sie waren unter erschwerten Bedingungen besonders erfolgreich, denn die Corona-Pandemie hat Ihnen einiges abverlangt. Sie konnten nicht in die Berufsschule und ein Großteil von Ihnen konnte auch nicht in den Ausbildungsbetrieb. Somit war Ihre Prüfungsvorbereitung nur sehr eingeschränkt möglich, aber Sie haben es trotzdem mit Bestnoten gemeistert."

IHK-Präsident Markus Maier gratulierte in seiner Videobotschaft allen Ausbildungschampions zu deren Spitzenleistungen. Er freute sich über die tollen Leistungen der Absolventen, und dass mit den drei Bundesbesten im Abschlussjahrgang 2020 drei "deutsche Meisterschaften" nach Ostwürttemberg gingen. Umso mehr bedauert Maier die derzeitige Situation: "Die Corona-bedingten Einschränkungen lassen es dieses Jahr leider nicht zu, dass eine traditionelle Bestenehrung stattfinden kann." Dennoch ist sich der IHK-Präsident sicher, dass die Absolventinnen und Absolventen diese Situation verstehen und hob gegenüber den Zuschauern hervor, dass es sicher der erste virtuell geehrte Abschlussjahrgang sei.

Maier unterstrich, dass für die Jugendlichen mit ihrem Berufsabschluss nun tolle Zukunftsaussichten bestünden und sie deshalb auch ein gutes Gefühl haben dürften. Der IHK-Präsident bedankte sich bei allen Ausbildungsbetrieben, Ausbildern, Beruflichen Schulen und deren Lehrern sowie bei den ehrenamtlichen Prüfern der IHK für deren Einsatz in der dualen Berufsausbildung. Auch bedankte er sich Partnern und Eltern der Jugendlichen; sie gäben den jungen Menschen einen wichtigen Halt. Am Ende der Ehrung durch den IHK-Präsidenten gab es nicht den gewohnten Händedruck.

Stattdessen ließ der Präsident eine virtuelle "Eins" in seiner Handfläche kreisen. "Ich schicke Ihnen statt eines Händedrucks eine symbolische "Eins", denn diese soll für Einzigartigkeit, für den ersten Platz und für die Poleposition, in der Sie sich nun auf ihr weiteres Leben begeben, stehen."

Bevor die Absolventen nach Landkreisen und Kreisstädten getrennt vorgestellt wurden, beglückwünschten Landrat Dr. Joachim Bläse, Ostalbkreis, und Landrat Peter Polta, Landkreis Heidenheim, die Absolventen. Den Glückwünschen schlossen sich die Oberbürgermeister der Großen Kreisstädte Richard Arnold, Schwäbisch Gmünd, Michael Dambacher, Ellwangen, Dieter Henle, Giengen, Bernhard Ilg, Heidenheim, sowie Thilo Renschler, Aalen, an.

Otto-Rieger-Preis 2020

Bereits im dritten Jahr wurde der attraktiv dotierte Otto Rieger-Preis durch die Otto Rieger-Stiftung vergeben. Die Auszeichnung ging an die beste Auszubildende in Ostwürttemberg, Bianca Setzer, die eine Umschulung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel bei der Omega-Sorg GmbH in Aalen absolvierte. Dr. Jörg S. Rieger, Geschäftsführer der RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG und Vizepräsident der IHK Ostwürttemberg, gratulierte in seiner Videobotschaft Bianca Setzer und würdigte ihre hervorragende Leistung. In seiner Ansprache hob Rieger die Motivation des Otto Rieger-Preises hervor. Im Mittelpunkt der Stiftung stehe die nachhaltige, zeitgerechte und zukunftsgerichtete Förderung des jugendlichen Nachwuchses. Mit dem Otto Rieger-Preis wolle das Familienunternehmen die Nachwuchsförderung als Unternehmensziel verwirklichen. Für junge Talente solle der Geldpreis in Höhe von 2000 Euro ein Leistungsansporn sein. Musikalisch umrahmt wurde die Online-Gala von Marco Kappel aus Rainau-Buch. Kappel gewann 2012 die bekannte Casting-Show DSDS Kids. Seither ist er mit eigenen Produktionen auf den Bühnen unterwegs. Ein Video zur Gala gibt es online unter www.ostwuerttemberg.ihk.de/gala.

Jörg S. Rieger
Markus Maier
Einige der Champions der Berufsausbildung 2020.
Dominik Elser im Chat

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