Impfteams sollen zu 80er-Senioren kommen

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Landrat Dr. Joachim Bläse stellt sich den Fragen der Senioren und spricht über mobile Impfteams.

Aalen. Im Videogespräch mit dem Kreisseniorenrat nannte Landrat Joachim Bläse einen genauen Zeitplan, wie Senioren geimpft werden sollen. Bis zur dritten Märzwoche sollen die 52 Alten- und Pflegeheime des Landkreises "durch" sein. Dann sollen die mobilen Impfteams des Landes für die 80er-Senioren zum Einsatz kommen.

Nachdem diese Impfteams die Versorgung von zwei Dritteln der Heime übernommen haben, hält der Landrat diesen Zeitplan für machbar und realistisch. Mit den Städten und Gemeinden des Kreises habe er jetzt schon Vereinbarungen für die dezentrale Impfung der Achtziger nach festgelegten Terminen getroffen. Die Anreise ins zentrale Impfzentrum nach Aalen sei also nicht mehr erforderlich, sagte Bläse in dem Gespräch. Vielerorts seien schon konkrete Überlegungen für Fahrdienste zum jeweiligen Impfort im Gange.

Seine dezentrale Impftrategie will der Landrat bei der Landesregierung "verbindlich einfordern". Wie er die Pläne des Sozialministeriums kenne, dürfte es dafür hoffentlich keine großen Hindernisse geben. Seinen Plan hat Bläse mit den Landräten der Kreise Böblingen, Rems-Murr und Ravensburg abgestimmt und gegenüber dem Land dargelegt. "Mein Traum ist, möglichst viele Ärzte im Kreisgebiet für den Impfeinsatz zu gewinnen", verriet Bläse. Das würde die dezentrale Lösung sehr erleichtern.

"Wir sollten endlich dazu kommen, den Senioren genaue Auskünfte über die Impftermine zukommen zu lassen", erinnerte Günter Höschle den Landrat. Eine schriftliche Benachrichtigung könne leider weiterhin nicht erfolgen, habe ihm das Sozialministerium mitgeteilt, räumte der Landrat ein. Den dringlichen Wunsch vieler Gmünder nach einem eigenen Impfzentrum wurde von der stellvertretenden Kreisseniorenratsvorsitzenden Irene Duijm vorgebracht. Die Einrichtung weiterer Impfzentren sei allerdings aktuell nicht vorgesehen, sagte Bläse. Sarah Heide vom Vorstand der Senioren empfahl, beim Impfen den ländlichen Raum besser zu versorgen.

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