Der Reiseblog von Lisa und Chris

Interrail: Wien und Second-Hand-Läden

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Lisa in Wien. Die Jacke hat sie günstig im Second-Hand-Geschäft gekauft.

Die beiden letzten Tage der Backpacking-Tour.

Wien. Lisa und Chris, zwei 18-jährige Schüler, reisen mit dem Interrail-Ticket von Aalen aus durch Europa. In diesem Reiseblog berichten die zwei von ihrer Tour.

Tag 18: Inzwischen fühlt es sich so an, als würden wir die Backpacking-Tour seit Monaten machen. Wir sind völlig eingespielt, jeder Handgriff sitzt und – mal ehrlich – schocken kann uns nichts mehr. Aber nerven kann uns etwas: verspätete Züge. Die slowenischen Verkehrsmittel mögen uns nicht. Als wir von Bled Richtung Wien aufbrechen wollten, hatte unser Zug eine Stunde Verspätung. Erst der ausgefallene Zug von Puta nach Bled, dann der Ersatzbus … das kann doch echt nicht wahr sein. Dadurch verpassten wir auch unsere Anschlusszüge, wodurch sich unsere Ankunftszeit in Wien ebenfalls verspätete. Statt halbtags in Wien verbrachten wir ganztags in Zügen.

Mit der U-Bahn zur Wiener Hofburg

Na ja, dafür wartete ein Appartement auf uns, ein ganzes … nur für uns. Und was für eins. Jimmy‘s Apartment 11 heißt es und liegt südlich von Wien im Stadtteil Simmering. Mit der U-Bahn sind es von der Station Zippererstraße zur Hofburg etwa 20 Minuten. Auf unserer Reise betraten wir mit einer 9,4-Bewertung von zehn möglichen Punkten die bisher am besten bewertete Unterkunft. Unsere Erwartungen waren dementsprechend hoch und wurden auch erfüllt. Der Haustürschlüssel war ein per Mail zugesandter Zahlencode, den wir einfach eingeben mussten. Das Appartement war sauber. Die Küche besitzt alles, was man fürs einfache Kochen benötigt. Außerdem hatten wir eine Waschmaschine und einen Trockner. Kosten 96 Euro für zwei Nächte. Am Anreisetag schafften wir es nur noch, schnell einzukaufen und zu waschen. Ach ja, waschen. Erneut fehlte Waschmittel. Wir klopften an einige Wohnungstüren. Zwei Engländerinnen, die auf dem Weg zum Supermarkt waren, boten an, uns Waschmittel mitzubringen. Backpacker sind einfach hilfsbereit. Wir haben die anfängliche Scheu, um Hilfe zu bitten, wenn etwas nicht klappt, inzwischen abgelegt. Der morgige Tag gehört ganz Wien.

Wien für Nostalgiker.

Tag 19: Wer früh einschläft, kann zumindest auch früh aufstehen. Um 8 Uhr gab es Frühstück im Jimmy’s (also bei uns). Pfannkuchen mit Apfelmus – hatten wir auch lange nicht mehr. Da wir allerdings bis dato nur die spärliche Flamme unseres Campinggaskochers als Gradmesser hatten, mussten wir uns erst einmal wieder an einen Porsche namens Herdplatte gewöhnen. Die ersten Pfannkuchen waren verbrannt. Wir aßen sie trotzdem.

Shoppen und günstige Markenklamotten

Shoppen stand heute erst einmal auf der Liste. Auf Instagram und tiktok schauten wir uns noch am Abend vorher Videos über Wien an. Dabei wurden uns auch ein paar Second-Hand-Läden angezeigt, die wir gerne abklappern wollten. Eines der Geschäfte heißt Vintage Fabrik und befindet sich in der Mariahilfer Straße 3. Dort wurden wir schnell fündig. Markenklamotten für wenig Geld hieß dort das Motto. Weil wir uns entschieden hatte, schon zwei Tage vorher wieder nach Aalen zu fahren, hatten wir ja nun etwas Kleidungsgeld übrig. Ein Pullover für Chris, eine Jacke für Lisa. Nachdem wir noch für 60 Euro einkaufen waren, machten wir uns auf dem Weg zum Appartement. Dort gab es erst einmal etwas zu essen. Da es schnell gehen musste, hauten wir uns Fertiggerichte in die Mikrowelle. Muss man nicht täglich haben, reichten aber als Zwischensnack. Nach einer kleinen Verschnaufpause fuhren wir wieder mit der U-Bahn ins Zentrum. Tags zuvor hatte wir uns Zwei-Tagestickets gekauft. Kosten: 28 Euro.

Wir wollten so viel wie möglich sehen, wenn auch nur von Außen. Wir sahen die Domkirche St. Stephan, waren an der Hofburg Wien und an der Wiener Staatsoper. Außerdem schauten wir uns das Schloss an. Die Inneneinrichtung stellten wir uns einfach vor. Am Abend besuchten wir noch eine Rooftop-Bar, der Dachboden genannt. Dort kauften wir uns für 26 Euro zwei Cocktails. Ja, das ist sehr teuer, aber wir wollten zumindest einen Abend mal auf die Kacke hauen. Zum Abschied gab es noch für 18 Euro zwei Burger mit Pommes. Beim Abendessen wurden wir wehmutig. Sagen wir es einmal so, wir beide wussten, dass damit der Urlaub beendet ist. Nachdem wir mit der U Bahn zum Appartement fuhren, setzten wir uns noch etwas ins Wohnzimmer und redeten über den Urlaub. Etwas traurig schliefen wir ein. Jetzt geht es zurück nach Aalen und dann gibt es noch abschließend Tipps für Backpacker.

An ihren letzten beiden Tagen besuchten Lisa und Chris Wien.

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