Jusos: Patent für Impfstoff freigeben

+
Impfstoff-Patente freigeben - fordern die Jusos Ostalb.

Warum die Nachwuchsorganisation der SPD fordert, Druck auszuüben auf die Herstellerfirmen.

Aalen. Die Jusos Ostalb fordern die Freigabe der Corona-Impfstoffpatente und eine gerechte globale Impfstoffverteilung. „Höchst problematisch und aus humanitären Gründen unverantwortlich“ sei es, dass es den Menschen im globalen Süden massiv an Impfstoffen fehlt, kritisieren die Jusos in einer Pressemitteilung. Auf dem afrikanischen Kontinent hätten von 1,2 Milliarden Menschen bislang nur 7,35 Prozent eine vollständige Impfung erhalten.

„Die neue Bundesregierung muss sich wie die USA für eine Freigabe der Patente einsetzen. Es wird Zeit, dass auch Deutschland den Weg für globale Impfgerechtigkeit freimacht!“, sagt Quynh Hägele, Mitglied des Juso-Kreisvorstandes. Vorstandsmitglied Jan-Phillip Saur fordert: „Die Bundesregierung muss Druck auf die Impfstoffhersteller ausüben, die nicht zuletzt auch hohe staatliche Fördermittel zur Entwicklung der Impfstoffe erhalten haben.“

Eine weltweit höhere Impfquote könnte laut Jusos für eine langsamere Ausbreitung des Virus sorgen, aber womöglich auch neue Mutationen verhindern. Sie verweisen auf Angaben der Organisation Human Rights Watch: In Asien, Afrika und Lateinamerika seien 120 Pharmafirmen in der Lage, einen mRNA-Impfstoff zu produzieren, ihnen fehle dazu nur die Technologie, die in den USA und Deutschland entwickelt wurde.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare