Gekneippt

Kein Schlag ins Wasser!

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„Die Tasse Kaffee der Naturheilkunde“ - das sogenannte Armbad genießen Cornelia und Georg Jaunich regelmäßig.
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Susanne Brenner über den alltäglichen Kneipp.

Damals wusste ich gar nicht, dass der Geistliche beteiligt ist. Es war einfach eine Riesengaudi! Nach dem Sommerregen ging’s mit nackten Füßen raus auf den Rasen. Hüpfen, springen, sich ins aufspritzende Wasser stellen, alles, was in den Pfützen auf der Straße verboten war – hier war es erlaubt! Und die Erwachsenen feuerten auch noch kräftig an. Zurück in der Wohnung setzte sich der Spaß fort, es durfte getanzt werden, bis die Füßchen rauchten oder anders gesagt: wieder schön warm waren. So konnte der Regen, ansonsten nicht unbedingt ein Kinderfreund, tatsächlich ein Stimmungsaufheller sein.Dass dabei auch pfiffige Pfarrer Kneipp im Spiel war, der das fröhliche Treiben sicher „Taulaufen“ genannt hätte? Davon hatte man natürlich noch keine Ahnung, ebenso wenig davon, dass dieses Vergnügen auch gesund sein könnte. An heißen Sommertagen die Arme schnell unters Wasser, an klirrend kalten Winterabenden das heiße Fußbad, vieles was uns heute guttut, hat der Pfarrer schon damals gepredigt. Und hat nicht nur den unter seinem Namen bekanntgewordenen Wasseranwendungen das Wort geführt, er stand für eine ganzheitliche Heilkunde ein. Dazu gehört eine vernünftige Ernährung ebenso wie die richtige Bewegung und ausreichend Entspannung. Kurzum: Es geht um einen gesunden Lebenswandel. Und dafür sind die Rezepte des Pfarrers, der vergangenes Jahr 200 geworden wäre, überhaupt kein Schlag ins Wasser!

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