Kiesewetter: "Hilfe für die Ukraine, sichert unsere Renten"

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Chefredakteur Lars Reckermann mit CDU-Sicherheitsexperte Roderich Kiesewetter im Sonntagsgespräch über den Krieg in der Ukraine.
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CDU-Sicherheitsexperte beantwortet Fragen der Leserinnen und Leser zum Krieg in der Ukraine. Kritik an der Reise mit Friedrich Merz.

Aalen. Ein Flugzeug der US Airforce führte am 6. Mai Luftbetankungsmanöver auch über dem Ostalbkreis durch? Müssen wir uns verstärkt auf Manöver einstellen? Wie geht es weiter in der Ukraine? Was passiert am 9. Mai, wenn Russland den 77. Jahrestag des Weltkriegsendes feiert? Sind die Reisen von deutschen Spitzenpolitikern in die Ukraine nicht nur Politiktourismus, wodurch sich nichts ändert? Warum wird so viel Geld für die Ukraine bereitgestellt, Rentner, die ihre Heiz- und Stromkosten nicht bezahlen können, wird nicht geholfen? Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter stellte sich im TV-Studio der Schwäbischen Post den Fragen der Leserinnen und Leser.

Kiesewetter reiste Anfang Mai mit CDU-Chef Friedrich Merz in die Ukraine. Dort traf er unter anderem den ukrainischen Präsident WolodymyrSelenskyj. Die Reise brachte Merz und ihm Kritik ein. Eine Stunde nahm sich Kiesewetter am Sonntag Zeit, um mit Chefredakteur Lars Reckermann über die aktuelle Situation im Ukraine-Krieg zu sprechen und Fragen von Leserinnen und Lesern zu beantworten.

Auf drei Fragen gehen wir an dieser Stelle genauer ein. Das komplette Interview mit allen Leserfragen ist auf dem YouTube-Kanal und der Homepage dieser Zeitung in voller Länge zu sehen. Leser der gedruckten Zeitung haben alle Online-Angebot kostenlos in ihrem Abo.

Ist es als Politiker aktuell eigentlich hipp in die Ukraine zu fahren? Solche Reisen bringen doch nichts.

Mit „hipp“ so Kiesewetter, habe so eine Fahrt nichts zu tun. Die Gruppe um Merz und Kiesewetter habe aus sechs Personen bestanden. Das sei keine bequeme Reise gewesen. Neben ukrainischen Parlamentsabgeordneten habe man auch mit Oppositionspolitikern gesprochen. Zu sehen, wie die Zerstörungen sind … „diese Erlebnisse vor Ort sind durch nichts zu ersetzen“.

Alles Geld geht aktuell in die Ukraine. Warum wird mir als Rentner nicht mehr geholfen?

Kiesewetter: „Wenn wir der Ukraine nicht helfen, dann werden unsere Renten obsolet, weil wir dann viel mehr Geld in unsere eigene Verteidigung stecken müssen. Wenn die Ukraine fällt, fällt als nächstes Moldau und das Baltikum. Dann haben wir Krieg in Europa und dann haben wir keine Renten mehr. Hilfe für die Ukraine, sichert unsere Renten.“ Kiesewetter ergänzte: Das sei genauso zugespitzt, wie solche Fragen.

Nehmen nun Manöver in Deutschland zu?

Seit 2014, als die Ukraine angegriffen wurde, hätten die Übungen zugenommen. In letzter Zeit nehmen sie verstärkt zu. "Die Übungsgebiete werden nach Belastungen verteilt. Am vergangenen Wochenende der Luftraum über Elchingen, in zwei Wochen das Allgäu, in drei Wochen dann Manöver in Brandenburg."

Das komplette, fast einstündige Interview, ist auf schwäbische-post.de und gmünder-tagespost.de und auf dem YouTube-Kanal der Zeitung zu sehen.
Chefredakteur Lars Reckermann stellt Roderich Kiesewetter Fragen von Leserinnen und Lesern.
Roderich Kiesewetter im Sonntagsgespräch über den Krieg in der Ukraine.

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