Kindern trotz Corona Halloween-Spaß ermöglichen

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Die Tütchen für "Süßes oder Saures" sind vorbereitet, Martina Brinster und ihre Kinder haben fleißig gepackt.
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Ein Aufruf im Netz macht die Runde. Eine Gmünder Mama erzählt, warum sie sich dafür einsetzt.

Schwäbisch Gmünd. Weil die Kinder dieses Jahr durch Corona auf so viel verzichten mussten, kursiert gerade ein Aufruf im Netz. Am Samstag ist Halloween. Und das wollen viele den Kindern nicht vermiesen. "Macht Schilder an die Tür, dass ersichtlich ist, dass die Kinder klingeln dürfen", heißt es in dem Aufruf.

Martina Brinster aus Schwäbisch Gmünd hat den Aufruf bei Facebook entdeckt und sofort geteilt. Sie will sich für diese Aktion einsetzen. Die dreifache Mutter weiß, wie viel solche Tage den Kindern bedeuten. "Mein Sohn hat geweint, als er gehört hat, dass Fasching ausfällt", erzählt sie. Den Kindern auch noch den Halloweenspaß zu nehmen, das müsse nicht sein. "Wir sind mit Halloween nicht beste Freunde, aber die Kinder sind damit aufgewachsen", erzählt die 30-Jährige. Die ganze Familie ist dabei. Alle laufen mit. Auch in diesem Jahr soll es von Tür zu Tür gehen. Trotz Corona – dafür mit Abstand.

Damit die anderen Kinder an ihrer Türe nicht leer ausgehen, hat Martina Brinster eine Abmachung mit den Nachbarn: Im Treppenhaus stehe immer eine Schüssel mit Süßigkeiten. "Die dürfen sie dann verteilen, während wir unterwegs sind."

Dieses Jahr packt die 30-Jährige wegen Corona extra Papiertüten, damit nicht jedes Kind in die Schale greifen muss. 20 bis 25 Tütchen bereitet sie vor. Die Kinder dürfen klingeln und sich dann selbst eins nehmen, so könne der Abstand eingehalten werden.

Da müssen wir auf jeden Fall mitmachen.

Martina Brinster dreifache Mutter

Wer die Aktion unterstützen will, kann ebenfalls Tüten mit Süßigkeiten füllen oder sie vor die Türe legen, so die dreifache Mutter.

Freiwillige Initiative

Die Familie wolle aber niemandem zu Nahe treten, der mit Halloween nichts zu tun haben will – sei es wegen Corona oder generell, so Brinster. Deshalb sei es hilfreich, wenn alle, die mitmachen, das aus kennzeichnen. Und wer weiß – vielleicht würden die Kinder irgendwann ohnehin nur noch da klingeln, wo ein Zettel hängt. "Gemotzt" habe noch niemand über ihre Initiative, sagt Martina Brinster. Die junge Mutter selbst hat die Idee direkt umgesetzt und ein Schild entworfen, dass am Samstag an ihrer Haustüre hängt und klar macht: "Happy Halloween. Hier gibt's Süßes – extra einzeln verpackt."

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