Kitas müssen schließen und es gibt mehr Kontrollen

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Weil die Corona-Zahlen weiterhin sehr hoch sind: Kitas im Ostalbkreis müssen ab Mittwoch geschlossen werden. Es gibt aber eine Notbetreuung.

Weil im Ostalbkreis an drei Tagen in Folge die 7-Tage-Inzidenz von 200 überschritten wurde, gelten ab Mittwoch verschärfte Maßnahmen.

Aalen

Der Ostalbkreis hat die 7-Tage-Inzidenz von 200 amtlich festgestellt. Neben Maßnahmen der Landes-Notbremse gelten ab diesem Mittwoch zusätzliche Beschränkungen.

Am vergangenen Samstag, hat der Ostalbkreis den dritten Tag in Folge die 7-Tage-Inzidenz von 200 überschritten. Deshalb hat die Landkreisverwaltung am Montag das Überschreiten der 200er-Marke amtlich festgestellt. Damit treten die in der Corona-Verordnung des Landes für diesen Fall genannten Maßnahmen ab Mittwoch, in Kraft.

Schließung von Schulen und Kitas: Im Einzelnen bedeutet dies, dass der Präsenzbetrieb von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, Grundschulförderklassen, Schulkindergärten sowie Betreuungsangeboten der verlässlichen Grundschule, der flexiblen Nachmittagsbetreuung sowie der Horte und Horte an der Schule und der Präsenzunterricht an Schulen untersagt ist.

Ausgenommen sind in den Schulen Abschlussklassen, Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren sowie die Durchführung von Leistungsfeststellungen, Zwischen- und Abschlussprüfungen. Eine Notbetreuung der Klassen 1 bis 7 in Schulen sowie in den Kitas, Kindergärten und Kindertagesbetreuungen ist zulässig.

Was sonst gilt: Außerdem gelten die Maßnahmen, die bei Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 100 in der seit diesen Montag in Kraft getretenen Landes-Verordnung genannt sind. Dies bedeutet:

Private Zusammenkünfte und private Veranstaltungen sind nur gestattet, wenn an ihnen höchstens die Angehörigen eines Haushalts und eine weitere Person einschließlich der zu ihrem Haushalt gehörenden Kinder bis einschließlich 14 Jahre teilnehmen; Ansammlungen, private Zusammenkünfte und private Veranstaltungen, die ausschließlich in Wahrnehmung eines Sorge- oder Umgangsrechts stattfinden, bleiben unberührt.

Der Betrieb von Wettannahmestellen, Museen, Galerien, zoologischen und botanischen Gärten sowie Gedenkstätten ist für den Publikumsverkehr insgesamt untersagt.

Der Betrieb von Sportanlagen ist nur zulässig für Spitzen- und Profisport sowie von kontaktloser Ausübung von Individualsportarten, die allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts ausgeübt werden; auf weitläufigen Außenanlagen dürfen mehrere Gruppen den Sport ausüben, wenn ein Kontakt zwischen den jeweiligen Gruppen ausgeschlossen ist.

Betriebe zur Erbringung körpernaher Dienstleistungen müssen - außer bei medizinisch notwendigen Behandlungen, insbesondere Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Podologie und Fußpflege - geschlossen bleiben.

Der Betrieb von Friseurbetrieben und Barbershops ist unter der Maßgabe gestattet, dass Kundinnen und Kunden einen tagesaktuellen negativen Corona-Schnelltests oder eine Impfdokumentation nachweisen.

Der Betrieb von Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen ist nur im Rahmen des Onlineunterrichts zulässig

Einzelhandel: Die Öffnung von Einzelhandelsbetrieben, Ladengeschäften und Märkten, mit Ausnahme von Abholangeboten und Lieferdiensten einschließlich solcher des Online-Handels, ist untersagt.

Ausnahmen: Von der Untersagung ausgenommen sind der Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke, einschließlich Direktvermarktern, Metzgereien, Bäckereien und Konditoreien, Wochenmärkte, Ausgabestellen der Tafeln, Apotheken, Reformhäuser, Drogerien, Sanitätshäuser, Orthopädieschuhtechniker, Hörgeräteakustiker, Optiker, Babyfachmärkte, Tankstellen, Poststellen und Paketdienste, Banken und Sparkassen sowie Reise- und Kundenzentren zum Fahrkartenverkauf im öffentlichen Personenverkehr, Reinigungen und Waschsalons, der Zeitschriften- und Zeitungsverkauf, Verkaufsstätten für Tierbedarf und Futtermittelmärkte, der Großhandel und . Gärtnereien, Blumenläden, Baumschulen und Gartenmärkte.

Die Öffnung von Bau- und Raiffeisenmärkten ist ab 21. April untersagt.

Ausgangsbeschränkung: Nach wie vor gilt im Ostalbkreis auch die nächtliche Ausgangsbeschränkung von 21 Uhr bis 5 Uhr.

Was gilt wie lange? Erst wenn die 7-Tage-Inzidenz im Ostalbkreis an fünf Tagen in Folge unter 200 liegt, kommen die Regelungen der Corona-Verordnung des Landes für eine Inzidenz von über 200 nicht mehr zur Anwendung.

Ein gestuftes Vorgehen bei einem örtlich auffälligen Anstieg der Corona-Zahlen will Landrat Bläse diese Woche noch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern besprechen. „Wir werden das Infektionsgeschehen in Kommunen mit einer Inzidenz, die 50 Punkte über der Kreisinzidenz liegt, oder mit einer Verdoppelung der Neuinfektionen binnen weniger Tage, noch detaillierter analysieren“, kündigt er an. „Gemeinsam werden wir dann entscheiden, ob und welche weiteren Maßnahmen in der betroffenen Kommune ergriffen werden müssen.“

Der Landrat appelliert weiterhin an die Solidarität und die Einsicht der Bürgerschaft, die Beschränkungen mitzutragen und hofft damit auf einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen in den kommenden Wochen.

Bläse kündigt verstärkte Kontrollen an

Die Polizei wird die Einhaltung der Vorgaben der Corona-Verordnung, insbesondere was die Maskenpflicht im öffentlichen Raum und die Einhaltung der nächtlichen Ausgangsbeschränkung betrifft, kontrollieren. Dies kündigt das Landratsamt an. „Wir müssen den Kontrolldruck angesichts der rasant steigenden Neuinfektionen erhöhen“, betont Landrat Dr. Joachim Bläse, „deshalb werde ich mich diese Woche auch mit den Kommunen dahingehend abstimmen, dass die ab diesem Mittwoch geltenden verschärften Vorgaben für den Lebensmitteleinzelhandel vor Ort von den Bürgermeisterämtern überprüft werden. Der sonstige Einzelhandel darf nur über „Click&Collect“ verkaufen, deshalb müssen sich die Einzelhändler, die geöffnet haben dürfen, ganz besonders an die Hygienekonzepte und die flächenmäßige Begrenzung der Kunden halten!“

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