Klaus Pavel plaudert am Kamin

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Einen Abend lang stellte sich Landrat Klaus Pavel den Fragen seiner Gesprächspartner.
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Im Gutenberg-Kasino am Kamin erzählt der scheidende Landrat, weshalb er sich selbst als Glückspilz bezeichnet und wie es ihm einen Tag vor seiner offiziellen Verabschiedung geht.

Aalen

Am Abend vor seiner Verabschiedung spricht der scheidende Landrat Klaus Pavel im Verlagshaus der SDZ-Medien über die vergangenen 24 Jahre. Das Forum dazu bietet die Reihe "Am Kamin mit ...". Michael Länge, Redaktionsleiter der Gmünder Tagespost, und SchwäPo-Redaktionsleiter Jürgen Steck verrät Pavel dabei unter anderem, was ihm im Leben Halt gibt und was er am Ende seiner Amtszeit bedauert.

24 Jahre – so lange berichten auch schon Jürgen Steck und Michael Länge über das Geschehen im Ostalbkreis. "Das ist heute Abend also ein idealer Gesprächsrahmen", sagt Bernhard Theiss, Verleger der beiden Zeitungen, bei seiner Begrüßung. Besonders freue ihn zudem, dass die Veranstaltung trotz Corona stattfinden kann – wenn auch auf Abstand.

Auf die Eingangsfrage, wie es ihm denn gehe, einen Tag vor seiner Verabschiedung, hat Pavel eine eindeutige Antwort: "Mir geht es richtig gut. Ich habe in den vergangenen 24 Jahren verdammt viel Glück gehabt." Damit meine er zum Beispiel, dass er all die Jahre immer zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten seiner Kollegen in den Verwaltungen erhalten habe.

Ein starker Familienbezug

Im Laufe des Abends erfahren die Zuhörer einiges über die Privatperson, die hinter dem Landrat steckt. "Wir haben eine starke familiäre Beziehung", betont er. Seine Frau habe ihn in all den Jahren immer "unglaublich" unterstützt. "Ich bin glücklich verheiratet und das wird ewig so bleiben", sagt Pavel. Mit seiner Frau hat er zwei Kinder, wie er erzählt, und einen Enkel.

Und wie schafft man es, bei einem so vollen Terminkalender abzuschalten? "Ich genieße das schon, wenn ich an einem Sonntagmorgen mal nichts zu tun habe", sagt er. Viel mehr habe ihm aber geholfen, dass er während seiner gesamten Amtszeit nie krank war. "Und ich stehe immer um 5.30 Uhr auf", ergänzt er. Dennoch, so gibt er zu, habe er ein Laster: "Ich rauche, das müsste ja nicht unbedingt sein."

Ich glaube einfach, dass alles gut gelungen ist.

Klaus Pavel Landrat

Pavel beantwortet jedoch nicht nur Fragen zu seinem Privatleben, sondern auch zu seinem Amt. Zum Beispiel sagt er, dass er von der europäischen Politik "maßlos enttäuscht" sei – etwa im Hinblick auf die Finanzmarkt- oder Flüchtlingskrise. "Ich mache mir um Europa große Sorgen." Generell sei er ein Verfechter kommunaler politischer Lösungen: "Alles, was man regional machen kann, sollte man auch vor Ort erledigen." Denn das funktioniere in der Regel besser.

Dafür engagiert sich Pavel

Wofür er im Gegensatz dazu viel Lob findet, ist das ehrenamtliche Engagement im Ostalbkreis. "Die Verantwortung der Ehrenamtlichen ist nicht zu unterschätzen." Auch deshalb werde er sich selbst weiterhin für die Armenienhilfe und den Verein zur Erhaltung der Abteikirche Neresheim engagieren.

Auf die Frage, ob es etwas gibt, das er bedauert, hat Pavel eine klare Antwort: "Dass die Arbeitslosigkeit im Ostalbkreis zum Ende meiner Amtszeit wieder ansteigt." Dagegen fällt ihm die Antwort darauf, was ihn am meisten stolz macht, deutlich schwerer. "Ich glaube einfach, dass alles gut gelungen ist", sagt er. "Wie gesagt, ich bin einfach ein Glückspilz."

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Michael Länge, Redaktionsleiter der Gmünder Tagespost
Im Gutenberg-Kasino des SDZ-Verlagshauses: Bei der Veranstaltung für Abonnenten der Gmünder Tagespost und der Schwäbischen Post stellte sich Landrat Klaus Pavel den Fragen der beiden Redaktionsleiter.

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