Kleine, feine Weihnachtsbäckerei

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Knusperberge sind das Lieblingsgebäck von Ute Rauer unter den Plätzchensorten in der Vorweihnachtszeit.
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Wie vor dem ersten Advent in der Küche von Hobbybäckerin Ute Rauer in Lauchheim viele schokoladige Knusperberge und andere süße Kunstwerke entstehen.

Lauchheim

Mmmh! Durch das Haus von Familie Rauer strömt seit Tagen der Duft nach gerösteten Mandeln und Nüssen, feinem Rum und süßem Gebäck.

Traditionell vor dem ersten Advent hat sich Ute Rauer wieder eine Woche Urlaub genommen, um sich ganz ihrer vorweihnachtlichen Bäckerei zu widmen. „Das mache ich seit 15 Jahren so“, erzählt die 55-Jährige, die ansonsten in der Redaktionsassistenz dieser Zeitung arbeitet.

Ob Vanillekipferl, Zimtsterne, Lebkuchen, Spitzbuben oder Husarenkrapfen: Bis zu 30 verschiedene Plätzchensorten fertigt Ute Rauer in ihrer „Bachwoche“, wie sie diese Zeit selber nennt. Ein Grundprinzip dabei: Jedes Gebäckstück muss so klein sein, dass es beim Naschen „Lust auf mehr Süßes“ weckt.

Ich traue mich an jedes Rezept ran, dessen Zutaten mir zusagen.“

Ute Rauer, Hobbybäckerin

Deshalb serviert die Hobbybäckerin und -köchin auch sehr gerne ihre Weihnachtsstollen im Miniformat, Stollenkonfekt genannt. Besonders gerne mag sie selber ein Gebäck, das „Kissinger“ genannt wird. „Weil es mit Marmelade und Schokolade gemacht ist, meinen Lieblingszutaten“, verrät Ute Rauer. „Ganz trockenes Gebäck mag ich nicht so gerne.“ Wobei für sie die sogenannten Knusperberge den „Platz eins“ unter ihren Weihnachtsplätzchen einnehmen.

Wer hierbei allerdings an gewöhnliche Plätzchen denkt, hat die Knusperberge noch nicht probiert. Sie zählen eher zur Kategorie feinster Pralinen. Die Mischung aus Schokoladenmus und Rum zerfließt im Mund, der knusprige Teil der Füllung und der Gebäckboden sorgen für den gewissen Biss.

Das Rezept für ihre Knusperberge verrät Ute Rauer für diesen Zeitungsbeitrag gerne. Sie selber kennt es längst auswendig. „Weil ich die Knusperberge so gerne mag, nehme ich von allem die doppelte Rezeptmenge.“ Genügend Zeit einplanen müsse sie für die Fertigung in jedem Fall. Denn zwischen den einzelnen Arbeitsgängen ist jeweils Abkühlen der Zutaten angesagt.

Der geübten Hobbybäckerin Ute Rauer geht zwar jeder Arbeitsgang leicht von der Hand. Trotzdem muss sie aufpassen, dass die „Bergböden“ nicht zerbrechen, wenn der Belag drauf kommt. Und natürlich bleibt von der flüssigen Schokolade für die „Bergfassade“ immer auch etwas an den Händen kleben.

Schließlich sind die kleinen Kunstwerke vollbracht und kommen in den Vorratsraum zu allem anderen Weihnachtsgebäck. „Ab dem ersten Advent steht bei uns ständig ein Plätzchenteller auf dem Tisch“, erzählt Ute Rauer. Wenn der leer sei, werde er neu befüllt. Wobei nicht nur sie und ihr Mann die feinen Süßigkeiten naschen. „Mein Bruder freut sich immer über Kostproben.“ Ihre drei erwachsenen Kinder seien ebenfalls gerne Abnehmer. „Meine jüngste Tochter ist Erzieherin, sie nimmt auch Weihnachtsgebäck mit in den Kindergarten“, sagt Ute Rauer und betont: „Deshalb fertige ich einen Teil der Knusperberge ohne Rum. Sie sind auch alkoholfrei lecker.“

Eine Kostprobe gefällig? Dann probieren Sie doch selber mal das Rezept aus. Gutes Gelingen!

Hobbybäckerin Ute Rauer beim Fertigen der Knusperberge.
Rezeot Knusperbere
Knusperberge sind das Lieblingsgebäck von Ute Rauer unter den Plätzchensorten in der Vorweihnachtszeit.
Knusperberge sind die Lieblingsplätzchen von Weihnachtsbäckerin Ute Rauer.
Nusspläztchen Ute
Plätzchen Stern Ute

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