Klinikdebatte: FDP Aalen-Ellwangen fordert maximale Transparenz

+
Symbolfoto

Die Ortsgruppe fordert Zahlen, Daten und Fakten, um die Situation besser bewerten zu können. 

Aalen. Die FDP Aalen-Ellwangen meldet sich in der aktuellen Klinikdebatte im Ostalbkreis mit einer Pressemitteilung zu Wort und fordert von der Landkreisverwaltung ein offenes Verfahren, mehr Transparenz und eine stärkere Öffentlichkeitsbeteiligung.

Am Samstag, 14. Mai, habe bei einer Tagung des Ortsvorstands insbesondere die Situation um die geplante Neuordnung der Kliniklandschaft im Kreis für rege Diskussionen gesorgt: Ortsvorsitzender und Kreisrat Manuel Reiger führte, wie es in der Mitteilung heißt, in die Diskussion ein und informierte die Anwesenden über die aktuelle Sachlage. Der Kreistag sei vergangene Woche darüber informiert worden, dass bezüglich der Kliniken Ostalb dringender Handlungsdruck besteht und die Gesundheitsversorgung im Kreis schnellstmöglich neu geordnet werden muss. „Seit einigen Monaten tagt der Verwaltungsrat der Kliniken zu dieser Thematik hinter verschlossenen Türen“ berichtete Reiger und betont „Ich bin Landrat Dr. Bläse dankbar dafür, dass er diese Diskussion nun in den Kreistag trägt und ohne Denkverbote angeht.“ Bisher habe die Öffentlichkeit jedoch keinerlei Zahlen, Daten und Fakten erhalten. Auch der Kreistag selbst sei erst Anfang Mai tiefer informiert worden.

Reiger betonte: „Bei dieser weitreichenden und emotionalen Diskussion müssen wir als Kreistag die Bevölkerung miteinbeziehen und vor allem mitnehmen." Deshalb brauche man im weiteren Prozess "viel mehr Transparenz und eine offene Beteiligung der Öffentlichkeit.“ Nur so könne bei einer Entscheidung auch Akzeptanz erreicht werden, so Reiger weiter. Die Entscheidung über die Zukunft der Kliniken Ostalb und somit einem essenziellen Teil der Gesundheitsversorgung unseres Kreises dürfe grundsätzlich nicht im Schnellverfahren hinter geschlossenen Türen und nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg erfolgen.

FDP Aalen-Ellwangen beschließt erste Position zu Kliniken

Der Ortsvorstand habe dieser Position zugestimmt und fordere maximale Transparenz von der Landkreisverwaltung im weiteren Prozess. Sämtliche Zahlen, Daten und Gutachten sollen öffentlich bekannt gemacht werden und die Bürger entsprechend beteiligt und informiert werden. Dabei gelte es, alle denkbaren Varianten gleichberechtigt und unvoreingenommen zu kommunizieren.

Ziel der Neuordnung, so der Ortsvorstand weiter, müsse eine langfristige gedachte und bestmögliche Gesundheitsversorgung für den Ostalbkreis ohne lokale Bevorzugungen sein. Die Standortfrage der Kliniken soll so gelöst werden, dass sie letztendlich für die Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger das beste Ergebnis bringt. Dabei müsse ganzheitlich geplant werden und auch die (not)ärztliche Versorgung in den Prozess miteinbezogen werden. In jedem Fall müsse, so der Beschluss des Vorstandes abschließend, eine gute und sichere Notfall- und Geburtenversorgung immer gewährleistet sein.

Um dem Diskussions- und Austauschbedarf der Einwohnerinnen und Einwohner des Ostalbkreis eine Plattform zu geben, lädt die FDP Aalen-Ellwangen in den nächsten Wochen zu zwei kommunalpolitischen Stammtischen ein. Unter dem Titel „Wie geht es weiter mit den Kliniken Ostalb?“ möchte sie sowohl mit der Ellwanger wie auch mit der Aalener Öffentlichkeit ins Gespräch kommen. Kreisrat Manuel Reiger (FDP) wird beide Termine mit einem einen kurzen Info-Vortrag einleiten. Danach soll sich in sachlicher Diskussion mit der Thematik auseinandgesetzt werden. 

Termin 1:

Ellwangen: 25.05.2022, um 19:00 Uhr – Ort folgt zeitnah

Termin 2:

Aalen: 15.06.2022, um 19:00 Uhr – Ort folgt zeitnah

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

Mehr zum Thema

Kommentare