Kliniken: Im November werden erste Weichen gestellt

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Die Zukunft der Kliniken im Ostalbkreis ist das große Thema der nächsten Kreistagssitzungen.
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Wenn die Haushaltsberatungen im Kreistag beginnen, wird es auch um die Zukunft der Kliniken gehen.

Aalen/Mutlangen. Es soll kein „Weiter so“ geben in der Frage, wie es weiter geht mit den Kliniken im Ostalbkreis. Einstimmig und quer durch alle Fraktionen hatten die Mitglieder des Kreistages festgestellt, „dass die dreihäusige Klinikstruktur nicht zukunftsfähig ist“, so hat es zumindest der Kreistag beschlossen - und zwar im Juli. Und als groben Fahrplan festgelegt, dass es um Standorte erst später, nach einer umfassenden Bestandsaufnahme, gehen soll. Dieses „später“ wurde damals im Sommer mit „Ende dieses, Anfang nächstes Jahr“ wenig exakt definiert. Unerwartet Dynamik in das Thema kam unlängst auf nach einer Äußerung der Mutlanger Bürgermeisterin Stephanie Eßwein. Diese hat sich im Gemeinderat in Mutlangen nicht nur gegen ein neues Zentralkrankenhaus ausgesprochen, sondern auch gesagt, sie habe Informationen, dass sich Landrat Dr. Joachim Bläse in der nächsten Sitzung des Kreistags positionieren werde. Diese Sitzung ist am Dienstag, 8. November.

Darauf angesprochen, ob in der nächsten Sitzung tatsächlich die Entscheidung anstehe, erklärt der Landrat, „den Fahrplan für die Entscheidung definiert der Kreistag“. Und bislang sei ein solcher Fahrplan nicht festgelegt. Allerdings geht es in dieser Sitzung um den Kreishaushalt, also darum, wofür der Landkreis im kommenden Jahr Geld ausgibt, wo Schwerpunkte gesetzt werden. Die Haushaltsberatungen sind die wichtigsten Sitzungen im Jahr überhaupt, weil alle Entscheidungen am Ende des Tages mit Geld zu tun haben: Wofür man Geld ausgibt - und wofür nicht. Es sei deshalb „sicherlich zu vermuten, dass alle in der Haushaltsaufstellung handelnden Akteure etwas zum Prozess und möglicherweise auch zum Zukunftsbild sagen werden, ja sogar müssen“, erklärt dazu Landrat Bläse - und, ja, das gelte auch für ihn.

In der Diskussion ist eine Reduzierung von drei auf zwei Klinikstandorte. Zur Debatte steht zum einen, die Kliniken in Aalen und Ellwangen in einem Neubau zusammenzuführen. Gleichzeitig würde das Stauferklinikum weiter betrieben, jedoch mit weniger Betten als bisher und strukturell neu entwickelt. Eine zweite Alternative sieht vor, dass die Häuser in Mutlangen und Aalen zu einem großen, neu gebauten Regionalversorgungskrankenhaus zusammengelegt werden. Dabei bliebe die Ellwanger Klinik als Haus der Basis- und Grundversorgung bestehen. Es gibt auch Überlegungen, die Kliniken in Mutlangen und Aalen weiterzuführen. Dann müsste es für Ellwangen neue Überlegungen geben.

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