Lauter Knall im Ostalbkreis: Das steckt dahinter

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Zwei Kampfflugzeuge der Bundeswehr vom Typ EUROFIGHTER waren unterwegs.

Aalen. Ein lauter Knall war im Ostalbkreis am Dienstagmorgen gegen 10.15 Uhr zu hören. Wie Polizeisprecher Rudolf Bielmeier auf Nachfrage bestätig, gingen in die Notrufzentrale keine Anrufe ein. Ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr bestätigt auf Nachfrage, dass die Auswertung der Radardaten zwei Kampfflugzeuge der Bundeswehr vom Typ EUROFIGHTER zeigte. Die Luftfahrzeuge seien innerhalb der TRA Allgäu geflogen und um 10.12 Uhr Ortszeit erreichten beide Luftfahrzeuge kurzzeitig Überschallgeschwindigkeit. Zu diesem Zeitpunkt flogen die Luftfahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von 1.246 km/h und in einer Höhe von rund 41.000 Fuß über dem Meeresspiegel (ca. 12.500 m).

Der Flugbetrieb wurde unter Beachtung der gültigen Vorschriften durchgeführt.

Eine belastbare Aussage über das künftige Flugaufkommen sei nicht möglich. An Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen ruht der militärische Übungsflugbetrieb. Die jeweiligen Einsätze sind von verschiedenen Faktoren, wie z.B. der Ausbildungsvorhaben der fliegenden Verbände, der technischen Verfügbarkeit der Luftfahrzeuge sowie der vorherrschenden Wetterverhältnisse in den jeweiligen Gebieten abhängig und aus diesen Gründen werden Flugrouten meistkurzfristig, bzw. tagesaktuell geplant und entsprechend der Trainingserfordernisse festgelegt.

Zeitweilig reservierte Lufträume:
Für verschiedene Übungsflugvorhaben, insbesondere von Abfangjägern sei es unerlässlich, bestimmte Lufträume für den Zeitraum dieses Trainings von Verkehrsflugzeugen komplett freizuhalten. Nur unter dieser Voraussetzung können diese Übungen effektiv und vor allem sicher durchgeführt werden, da sie in der Regel viel Platz erfordern. Zu diesem Zweck sind in Deutschland spezielle Lufträume eingerichtet, die bei Bedarf für einen bestimmten Zeitraum aktiviert, bzw. für den militärischen Flugbetrieb reserviert werden. Dies sind die sogenannten Temporary Reserved Airspace, kurz TRA. Während der Aktivierungszeit dürfen sich nur noch dafür freigegebene Luftfahrzeuge in diesem Luftraum aufhalten. Während der Nutzung der TRA ist der zuständige Fluglotse dafür verantwortlich, dass die dort geltenden Bestimmungen eingehalten werden. Nach Beendigung der jeweiligen Übung und dem Ausfliegen der angemeldeten Luftfahrzeuge wird die TRA entweder deaktiviert oder dem nächsten Nutzer zugeteilt.

Weitere Informationen zum militärischen Flugbetrieb sowie Ansprechstellen für Bürgerinnen und Bürger finden Sie auf der Internetseite www.luftfahrtamt.bundeswehr.de

Mehr zum Thema lesen Sie hier:

Überschallflüge im Ostalbkreis - Bundeswehr klärt auf

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