Kohle, Jobs, Klimaschutz und Gmünds Herz

+
Michael Länge
  • schließen

Was in der Kommunalpolitik nach der Sommerpause dringlich ist.

Damit hatte niemand gerechnet: Corona und der Wandel in der Automobilindustrie treffen die nach zwei Gartenschauen gut aufgestellte Stadt Gmünd hart. Eine erneute Herausforderung. Für die Stadtspitze. Und für die Stadträte. Sie haben nach dem Sommer harte Nüsse zu knacken.
Finanzen. Gmünd hatte bis 2020 gut Schulden abgebaut. Etwa 25 Millionen Euro seit 2014. Corona hat dies ratzfatz zunichte gemacht. Die Folge: Die Räte müssen künftig noch mehr aufs Geld schauen als bisher schon.
Jobs. Aspen hat mit der Aufnahme in die Modellregion „HyFiVE“ mit möglichen Fördergeldern neuen Aufwind bekommen. Das aber ist nur ein Anfang. Die Stadt setzt auf Mobilität. Sie muss Investoren jenseits des Verbrenners für Gmünd begeistern. Schwer wiegt dabei die Diskussion der Stadträte über Flächen. Sie steht für Offenheit oder Ablehnung gegenüber Investoren. Eine verantwortungsvolle Abwägung zwischen neuen Jobs und Klimaschutz.
Mobilität. Zum Klimaschutz gehören Verkehrsfragen. Die Räte müssen Farbe bekennen. Pauschale Aussagen, dass dazu Autos, Fußgänger, Räder und Busse gehören, reichen nicht mehr aus. Die Räte müssen konkret sagen, ob Fußgängern und Rädern künftig mehr und Autos weniger Platz eingeräumt wird.
Innenstadt. Die Schmiedgassen sind auf dem Weg. Neue Wohnungen im Quartier werden einen weiteren Schub bringen. Im Herbst müssen die Stadträte entscheiden: Wie geht's nach dem launigen Schmiedgassen-Sommer weiter. Schnee auf aufgemaltem Sand darf es nicht sein.
Dies sind die härtesten Nüsse in diesem Herbst. Stadt und Stadträte können sie knacken, wenn sie Prioritäten klar setzen. Michael Länge

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

WEITERE ARTIKEL

Kommentare