Kräutertee und Weltmarktführer - ein kleines Einmaleins der Ostalb

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Drohnenaufnahme im Langertwald
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Schützenswerte Natur, Firmen mit Weltmarkt-Status, Spitzensportler-Persönlichkeiten und drei Lebensadern. Ein kleines Einmaleins des Ostalbkreises.

Ostalbkreis

Heißen Kräutertee am höchsten Punkt, ein Weltmarktführer aus Abtsgmünd, Rang drei in ganz Baden-Württemberg mit mehr als 300000 Einwohnern: um die Menschen und ihre Sicht auf die Heimat geht es, wenn diese Zeitung in diesem Jahr den großen Ostalb-Check macht. Ein kleines Einmaleins der Region, in der wir leben.

Wir sind Nummer drei

Der Ostalbkreis ist, gemessen an seiner Fläche, der drittgrößte Landkreis in Baden-Württemberg. Auf 1512 Quadratkilometern leben etwa 314000 Menschen, gemessen an der Einwohnerzahl nimmt der Ostalbkreis aber nur Rang neun ein unter den 35 Landkreisen in Baden-Württemberg. Dieses Verhältnis von Ausdehnung und Bevölkerung (208 Einwohner je Quadratkilometer) hat seine Vorteile: Es gibt viel Natur auf der Ostalb.

Geschützte Gebiete

42 Naturschutzgebiete gibt’s im Kreis, zusammen sind sie 1900 Hektar groß, das sind etwa 1,2 Prozent der gesamten Fläche des Landkreises. Das größte Naturschutzgebiet (288 Hektar) ist das Wental mit seinen Seitentälern, eine Trockental-Landschaft, die es so nur einmal gibt auf der Schwäbische Alb.

Die Nachbarschaft

Vier schwäbische Nachbarkreise hat der Ostalbkreis: Schwäbisch Hall, Heidenheim, Göppingen und den Rems-Murr-Kreis. Und zwei bayerische: die Landkreise Ansbach und Donau-Ries.

Wirtschaft und Weltmarkt

Fast 21000 Betriebe gibt's auf der Ostalb, insgesamt haben wir knapp 129000 (sozialversicherungspflichtige) Beschäftigte. 47 Prozent davon arbeiten im produzierenden Gewerbe, das sind fast doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt (24 Prozent). Sechs Firmen aus dem Kreis werden vom Fachmagazin „Wirtschaftswoche“ in der Liga der Weltmarktführer eingestuft, drei aus Aalen (Mapal, die Maschinenfabrik Alfing Kessler sowie RUD Ketten Rieger & Dietz), zwei aus Oberkochen (die Zeiss AG und Leitz) und eine aus Abtsgmünd (Kessler & Co.).

Drei Lebensadern

Rems, Kocher und Jagst sind die dominierenden Flüsse im Kreis, der längste der drei ist die Jagst mit 190 Kilometern Länge. In ihren Tälern liegen die meisten wichtigen Verkehrswege, an denen sich auch die Industrialisierung der Ostalb im wesentlichen abgespielt hat. Neun von zehn Arbeitsplätzen in Industrie und Gewerbe sind an diesen „Entwicklungsachsen“ angesiedelt.

Tee auf dem höchsten Punkt

An die 1000-Meter-Marke, die man als Wanderer auf der südlichen Alb erreichen kann, kommen wir nicht ran. Aber auch auf 781 Metern über dem Meer kann einem ein ganz schön rauer Alb-Wind ins Gesicht blasen, wie der Name der Örtlichkeit mehr als andeutet: es ist das Kalte Feld, zwischen Gmünd-Degenfeld und Waldstetten gelegen. Wie praktisch, dass auf dem höchsten Punkt das Franz-Keller-Haus des Albvereins liegt, wo man Kalte-Feld-Tee trinken kann. Drin sind übrigens Odermenning, Spitzwegerich, Lindenblüten, Schafgarbe, Wachholder, Augentrost, Quendel, Majoran und Thymian.

Die kleinste Gemeinde

456 Einwohner hat Obergröningen, knapp sechs Quadratkilometer Fläche gehören zum Ort. Ein Superlativ der umgekehrten Sorte: Obergröningen ist die kleinste selbstständige Gemeinde im Ostalbkreis - mit einem eigenen Bürgermeister. Den teilt sich die Gemeinde praktischerweise mit dem Nachbarort Eschach. Dort ist Jochen König hauptamtlicher Bürgermeister, in Obergröningen macht er denselben Job im Ehrenamt – er ist aber in beiden Gemeinden in völlig getrennten Wahlen angetreten und gewählt worden.

Unsere Top-Sportler

Die erste Olympiasiegerin aller Zeiten im Frauen-Skispringen kommt von hier: Carina Vogt (29) aus Waldstetten. Sportler, die Weltklasse-Niveau erreicht haben, hat die Ostalb einige hervorgebracht in den letzten Jahrzehnten: den Zehnkämpfer Arthur Abele aus Hüttlingen, Mountainbiker Steffen Thum und Ringer Thomas Zander aus Aalen, die Leichtathleten Siggi Wentz (Lorch), Patriz Ilg (Hofen), den Volleyballer Simon Tischer und Handballer Kai Häfner (Gmünd).

Der runde Geburtstag

50 Jahre alt wird der Ostalbkreis demnächst – am 1. Januar 2023. Ein Grund mehr um zu fragen, was die Ostalb stark macht und was noch besser werden kann. Darum wollen wir von der Schwäbischen Post und der Gmünder Tagespost die Leserinnen und Leser zu Wort kommen lassen – bei der Umfrage des Ostalb-Checks, den wir ab Februar starten.

  • Der große Ostalb-Check
  • Im Februar startet der große Ostalb-Check in allen Gemeinden des Ostalbkreises und in Alfdorf. Gemeinsam mit den Experten von Umfrageheld wollen wir von den Bürgerinnen und Bürgern wissen, wie wohl sie sich in ihrer Gemeinde fühlen. Wie gut ist der öffentliche Personennahverkehr? Wie sicher ist Ihre Gemeinde und wie kinder- und seniorenfreundlich? Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.
Herbstlicher Wald

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