Kreis fördert Projekte gegen Armut

Über Ursachen und Auswirkungen von „Kinderarmut und Kindergesundheit“ informiert und diskutiert.

Aalen. Das Gesundheitsamt des Ostalbkreises hat innerhalb des Projekts „Gesunde Chancen für Kinder und Familien – Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut im Ostalbkreis“  im Landratsamt Aalen einen Fachtag zum Thema „Kinderarmut und Kindergesundheit“ veranstaltet. Das Ziel: auf das Thema aufmerksam machen, über Ursachen, Hintergründe und Auswirkungen von Kinder- und Familienarmut aufzuklären und zu sensibilisieren.

Landrat Dr. Joachim Bläse betonte die Relevanz des Themas - insbesondere vor dem Hintergrund, dass Armut weit mehr als ein Mangel an finanziellen Ressourcen darstelle.

Erfahrung von Ungleichheit

Im ersten Impulsvortrag gab die Autorin, Migrationsbeauftragte und Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt Undine Zimmer, eine Einführung in die Themen Kinderarmut, Ungleichheitserfahrungen und ihre Folgen. Darüber hinaus zeigte sie auf, was eine armutssensible Haltung im (Arbeits-)-Alltag bedeutet und wie wichtig sie im Umgang mit betroffenen Kindern und Familien ist.

Anschließend ging Leonie Schönsee, Geschäftsbereich Gesundheit des Ostalbkreises, auf den Zusammenhang zwischen (Kinder-)Armut und Gesundheit ein und zeigte durch verschiedene Studienergebnisse auf, warum das Risiko für gesundheitliche Beeinträchtigungen bei von Armut betroffenen Kindern deutlich höher ist als bei Kindern, die nicht in Armut aufwachsen.

In einem weiteren Schritt ging sie der Frage nach, welche Faktoren die Gesundheit beeinflussen können und welche Maßnahmen zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit Abhilfe schaffen können. Großes Potenzial liege hierbei in der Verhältnisprävention, also der gesundheitsfördernden Gestaltung der Lebensbedingungen der Kinder.

Präventionsstrategie

Im dritten Impulsvortrag erläuterten die Präventionsbeauftragten des Präventionsnetzwerks Ortenaukreis die wichtigsten Eckpunkte der kommunalen Präventionsstrategie und die einzelnen Bausteine des Präventionsnetzwerks vor Ort, um Kinderarmut präventiv vorzubeugen. Im dortigen Präventionsnetzwerk seien unter anderem bedarfsorientierte Fortbildungen für Fach- und Lehrkräfte aus Kitas und Schulen entstanden.

Zum Schluss stellte Carmen Häberle vom Geschäftsbereich Gesundheit des Ostalbkreises die Ziele und Inhalte des Präventionsnetzwerks im Ostalbkreis vor und präsentierte die zentralen Befragungsergebnisse der Bedarfsanalysen in Kooperation mit den regionalen Hochschulen. Darüber hinaus beleuchtete sie Ideen für zukünftige Präventionsangebote und gesundheitsfördernde Maßnahmen.

Förderung durch Landkreis

Der Ostalbkreis fördert  Maßnahmen und Projekte für armutsgefährdete und von Armut betroffene Kinder zwischen null und zehn Jahren sowie deren Familien in den Handlungsfeldern Ernährung, Bewegung und psychische Gesundheit.

Infos zur Anschubförderung sowie die Ausschreibung samt Antragsformular gibt es unter www.gesundheit.ostalbkreis.de - Gesundheitsförderung - Präventionsnetzwerk im Ostalbkreis.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

Kommentare