Kreis sucht Ideen rund um die Elektromobilität

Bürgerbeteiligung im Rahmen des Ladeinfrastrukturkonzepts für den Ostalbkreis.

Aalen. Um der zunehmenden Anzahl von Elektrofahrzeugen gerecht zu werden, möchte der Ostalbkreis in Abstimmung mit allen relevanten Stakeholdern den bedarfsgerechten Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur vorantreiben. In das Konzept sollen auch Standortvorschläge für Ladepunkte sowie Anregungen zum Thema Elektromobilität der Bevölkerung einfließen. Die Landkreisverwaltung lädt deshalb alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an einer Online-Umfrage ein.

Die Elektromobilität spielt im Rahmen der Mobilitätswende im Ostalbkreis eine zentrale Rolle. Zur angestrebten Reduktion der CO2-Emissionen im Verkehrssektor müssen klimafreundliche Antriebsformen flächendeckend ausgerollt werden. Die Bundesregierung hat sich zum Markthochlauf der Elektromobilität anspruchsvolle Ziele gegeben. Bis 2030 sollen in Deutschland zehn Millionen Elektrofahrzeuge zugelassen und eine Million Ladepunkte vorhanden sein.

Auch die Landesregierung verfolgt ambitionierte Klimaschutzziele. Bis 2040 soll Baden-Württemberg klimaneutral sein. Bereits bis zum Jahr 2030 sollen die Emissionen im Verkehrssektor um mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert werden. Die Landesregierung geht von zwei Millionen Elektrofahrzeugen im Jahr 2030 und einem entsprechenden Bedarf an Ladeinfrastruktur aus.

Knapp 11 000 E-Autos fahren durch den Ostalbkreis

Auch im Ostalbkreis nehmen die Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge kontinuierlich zu. Während am 21. Dezember 2020 noch 5.287 Elektrofahrzeuge im Landkreis zugelassen waren, waren es am 31. Dezember 2021 bereits 9.349 Fahrzeuge.

Im Mai 2022 lag der Bestand bereits bei knapp 11.000 zugelassenen Fahrzeugen. Damit ist bereits heute jedes dritte neuzugelassene Fahrzeug elektrisch angetrieben.

Der zuständige Ausschuss des Ostalb-Kreistags hat am 11. Oktober 2022 die Erstellung eines Ladeinfrastrukturkonzepts für den gesamten Landkreis beschlossen. Ziel des Konzepts ist die Erarbeitung einer Strategie zum wirtschaftlichen und bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur in Abstimmung mit den kreisangehörigen Kommunen und allen relevanten Stakeholdern. Im Rahmen des Konzepts soll erarbeitet werden, wo im Landkreis perspektivisch weitere Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge benötigt wird. Häufig scheitert der Umstieg auf E-Autos an den Bedenken der potenziellen Nutzer hinsichtlich einer ausreichenden und verlässlichen Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten.

E-Autos können bereits an 156 Orten aufgeladen werden

Der Ostalbkreis verfügt bereits heute über 156 Ladeorte mit 372 Normalladepunkten und 46 Schnellladepunkten. Da die Zulassungszahlen der E-Fahrzeuge jedoch stetig steigen, muss die Ladeinfrastruktur weiter angepasst werden.

Gerade im ländlichen Raum wird der motorisierte Individualverkehr noch auf lange Zeit die zentrale Säule der Mobilität bleiben. Um auch hier den kontinuierlichen Markthochlauf der Elektromobilität zu ermöglichen, sind weitere Maßnahmen zum Ausbau der Ladeinfrastruktur im Ostalbkreis erforderlich.

Neben der öffentlichen Ladeinfrastruktur soll das Konzept auch die halböffentliche und private Ladeinfrastruktur als wichtige Säulen des Markhochlaufs der Elektromobilität in den Fokus nehmen.

Um die halböffentliche und private Ladeinfrastruktur voranzubringen, sollen Unternehmen und Einzelhändler im Ostalbkreis im Zuge des Konzeptes miteinbezogen werden. Als weiterer Aspekt werden auch die Potenziale für E-Carsharing-Angebote im Ostalbkreis untersucht.

Die Online-Umfrage nimmt etwa fünf Minuten Zeit in Anspruch, die Teilnahme ist bis zum Dienstag, 31. Januar, möglich unter https://t1p.de/umfrage-ostalbkreis.

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