Kreisfeuerwehrtag und Großübung im Gmünder Tunnel: „Da machen wir doch kein Fass auf“

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Vom 14. bis 17. Juli treffen sich die Wehren aus dem Kreis in Westhausen. Am Samstag werden zumindest einige Wehrmänner -und -frauen aus Schwäbisch Gmünd passen müssen - sie sind an dem Tag bei einer Großübung im Einhorn-Tunnel gefordert.
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Dass sich das Kreisfeuerwehrfest in Westhausen mit einer Großübung im Gmünder Einhorntunnel überschneidet, ist für den Westhausener Kommandanten Raimund Bees überhaupt kein Problem.

Westhausen. Mit zwei Jahren Verspätung wird ab morgen in Westhausen das 100. Jubiläum der Wehr und das Kreisfeuerwehrfest gefeiert. Die Großveranstaltung geht über vier Tage. Parallel findet am Samstag eine Katastrophenübung im Einhorn-Tunnel statt. Eine Terminkollision, die unglücklich anmutet, aber für die Verantwortlichen der Wehren kein Problem ist.

In einem Pressebericht war von „Kopfschütteln bei den Wehren“ zu lesen, von einer „heftigen Diskussion in der Blaulichtszene“ – verantwortlich dafür soll die Terminüberschneidung  bei der Planung des Kreisfeuerwehrfests und der Großübung in Gmünd sein.

 Bei den Verantwortlichen der Wehren reagiert man auf diese Meldung mit Unverständnis. „Es gibt bei der Feuerwehr kein Kopfschütteln“, erklärt der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Willibald Freihart, mit Nachdruck. Das sei  „Aufregung um nichts“.  

Auch Kreisbrandmeister Otto Feil winkt bei dem Thema ab. Die Tunnelübung in Gmünd sei wichtig. Sie müsse sein und man habe dafür schlicht keinen anderen Termin finden können. Aufgrund der Pandemie sei das Zeitfenster für die Planung „sehr, sehr eng gewesen“ und die Vorbereitungen für solche Übungen brauchten viel Vorlauf. Zumal viele Akteure, unter anderem der Bund, beteiligt seien.

Letztlich sei nur das kommende Wochenende dafür infrage gekommen. Eine „etwas unglückliche Terminüberschneidung“, die aber auch kein Beinbruch ist, findet Feil. Denn: „Beim Kreisfeuerwehrfest findet die zentrale Veranstaltung am Sonntag statt und da will die Wehr aus Gmünd, die 500 Mitglieder umfasst, von denen lediglich 80 am Samstag im Einsatz sein werden, doch in großer Stärke vertreten sein.“

Für  Westhausens Feuerwehr-Kommandant Rainer Bees ist die Terminüberschneidung ebenfalls kein Problem. „Da machen wir doch jetzt kein Fass auf.“ Bees weist darauf hin, dass er sich diesbezüglich mit seinem Amtskollegen aus Gmünd, Uwe Schubert, im Vorfeld telefonisch ausgetauscht habe. Wie Feil betont auch Bees, dass der Festsamstag in Westhausen - mit Kinderfest, Fahrzeugschau und Wiesn-Nacht -  nicht zwingend von jedem Feuerwehrkameraden besucht werden muss. Man freue sich, wenn die Gmünder am Sonntag - dann steht der Festumzug auf dem Programm - in großer Zahl erscheinen. Und genau das hatte Gmünds Kommandant Schubert beim Pressegespräch zur Großübung angekündigt.  „Und nur darauf kommt es doch an“, sagt Bees, der sich im Übrigen auch nicht darüber ärgert, dass die Nachbarwehr aus Ellwangen am Freitag ebenfalls noch etwas anderes vorhat. Da steht noch die Hauptversammlung auf der Agenda. „Auch das macht nichts“, sagt Bees. „Dann kommen die Ellwanger eben einen Tag später und trinken dafür dann ein Bier mehr.“

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