Kretschmann zum Lockdown ab Mittwoch: Die Lage ist ernst, sehr ernst - Livestream zum Nachschauen

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+++Corona-Lockdown vom 16. Dezember bis 10. Januar+++ Außnahme an Weihnachten+++Böllerverbot+++

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Bundesländer haben sich am Sonntagvormittag auf einen härteren Lockdown ab dem kommenden Mittwoch geeinigt. Bei einer Pressekonferenz um 11.30 Uhr wurde verkündet, wie die Einschränkungen aussehen werden. 

Es läge wieder ein exponentielles Wachstum bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus vor, daher bestehe dringender Handlungsbedarf, so Bundeskanzlerin Angela Merkel.  "Wir sind zum Handeln gezwungen und handeln jetzt auch", sagte sie.

In einem Pressestatement wendet sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann an die Bevölkerung: Die Lage ist ernst, sehr ernst beginnt er seine Ansprache. Es gäbe einen Höchststand an Neuinfektionen und einen Höchststand an Verstorbenen. Wir müssen einschneidende Maßnahmen ergreifen und das öffentliche Leben radikal herunterfahren - nur so können wir die Kontrolle über diese Pandemie zurückgewinnen, sagt Kretschmann. 

Die Regelungen im Überblick: 

  • Corona-Lockdown von Mittwoch, 16. Dezember bis Sonntag, 10. Januar 2021 (Abhängig von Infektionszahlen auch länger)
  • Kontaktbeschränkungen: Maximal fünf Personen und zwei Hausstände
  • Schulen und Kitas: Schulen werden grundsätzlich geschlossen oder Präsenzpflicht ausgesetzt. Eine Notfallbetreuung soll angeboten werden. Bedeutet: Weihnachtsferien überall vom 16. Dezember bis 10. Januar. Auch Kita-Kinder sollen möglichst zu Hause bleiben und nur im äußersten Notfall die Betreuung ihres Kindergartens in Anspruch nehmen. Fernunterricht der Abschlussklassen wird angeboten.
  • Weihnachten: An den Weihnachtstagen vom 24. bis 26. Dezember können die Länder das leicht lockern – indem die Beschränkung auf zwei Haushalte aufgehoben werden kann. Allerdings soll vorgeschrieben werden, dass diese Treffen auf den engsten Familienkreis beschränkt bleiben – es ist von Verwandten gerader Linie die Rede.
  • Silvester: An Silvester und am Neujahrstag wird es ein bundesweites Ansammlungs- und Versammlungsverbot geben. Kein Verkauf von Silvesterböllern. Die Kommunen können zudem auf öffentlichen Plätzen das Abfeuern von Silvesterböllern verbieten. Vom privaten Feuerwerk wird dringend abgeraten, um das Gesundheitssystem durch typische Böller-Verletzungen nicht noch weiter zu belasten.
  • Die Lieferung und Abholung von Speißen ist weiterhin möglich.
  • Einzelhandel wird geschlossen auch Dienstleistungen im Körperpflegebereich. Ausgenommen sind alle Geschäfte für den täglichen Bedarf, also Lebensmittel und Drogerieartikel, Apotheken, Sanitätshäuser, Banken. Auch Tankstellen und Kfz-Werkstätten dürfen öffnen, auch Poststellen.
  • Alkoholverbote in der Öffentlichkeit
  • Gottesdienste nur unter engen Voraussetzungen möglich.
  • Von Reisen im In- und Ausland wird abgeraten.
  • Regelmäßige Testungen von Pflegepersonal in Alten und Pflegeheimen wird verpflichtend eingeführt. 

Abschließend warnt Winfried Kretschmann: Wenn die Zahlen bis zum 10. Januar nicht stark runtergehen, werden die drastischen Einschränkungen bleiben müssen. Denn eine 7-Tages-Inzidenz von unter 50 sei maßgeblich. Denn nur dann könne die Kontrolle über die Pandemie zurückgewonnen werden. 

Im Video: Pressestatement von Ministerpräsident Winfried Kretschmann  zu den heutigen Beschlüssen von Bund und Ländern und die Umsetzung in Baden-Württemberg: 

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