Kulturdenkmale gleich um die Ecke entdecken

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Das Limestor Dalkingen. Seit 2005 gehört die unter Kaiser Caracalla zur Triumphpforte ausgebaute Anlage zusammen mit der gesamten römischen Grenzbefestigung zum Unesco-Weltkulturerbe.

Zum Limespark Rainau mit Rundwanderweg zum Limestor Wanderlust und Badespaß.

Rainau. Auf einem Rundwanderweg von etwa sechs Kilometern Länge kommt man in Rainau dem Weltkulturerbe Limes und der römischen Vergangenheit unseres Landes ganz nah. Im Limespark rund um den Bucher Stausee haben sich einige der bedeutendsten Einzeldenkmale des Limes erhalten. Alle Stationen werden durch Informationstafeln erläutert. „Ihre Erkundung lässt sich optimal mit einem Bad im See und einem Eis vom Strand-Kiosk ergänzen“, teilt das Landesamt für Denkmalpflege in Stuttgart mit. Kinder kommen am römischen Wasserspielplatz auf ihre Kosten.

Als Startpunkt für den Spaziergang kommen mehrere Parkplätze in Frage. Vom Parkplatz „Stallung“ aus lässt sich der Verlauf der Limesmauer im Wald anhand eines Schuttwalles erkennen. Hier befinden sich der Nachbau eines Holzwachtturmes und der Steinmauer sowie konservierte Reste von zwei Steintürmen.

„Ein besonderes Highlight stellt das Limestor bei Dalkingen dar. Es ist die bislang einzige in Stein gebaute Toranlage des Obergermanisch-Raetischen Limes, die in baulichen Überresten nachgewiesen werden konnte,“ so Nicole Razavi, die für den Denkmalschutz im Land zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen. Das Tor ist ein antiker Grenzdurchgang, der später unter Kaiser Caracalla zur Triumphpforte ausgebaut wurde. Insgesamt wurden mindestens sechs aufeinanderfolgende Bauphasen festgestellt, wobei auch die verschiedenen Ausbauperioden der Raetischen Grenze erkennbar wurden.

Der erste Bau fällt laut Landesdenkmalamt in die Zeit um 160 n. Chr., da aus dieser Zeit die ältesten Befunde aus dem nahe gelegenen Kastelldorf Buch datieren. Befunde bezeugen, dass die Anlage abbrannte und nicht mehr wiedererrichtet wurde. Die konservierten Reste des Bauwerks werden unter einem gläsernen Schutzbau präsentiert.

Weitere Stationen des Rundweges zeigen unter anderem Reste des römischen Kastells Buch, einer Thermenanlage sowie die Grundmauern ziviler Häuser am Bucher Stausee.

Tipp: Im Limesmuseum in Aalen, Sankt- Johann-Straße 5, sind zahlreiche Objekte zu besichtigen, die während der archäologischen Grabungen im Limespark Rainau entdeckt wurden. Das Museum mit Archäologischem Park befindet sich in Aalen direkt auf dem Gelände des größten Kastells am Obergermanisch-Raetischen Limes. Auf dem Freigelände sind die konservierten Mauern des Stabsgebäudes und der Nachbau einer Baracke zu besichtigen.

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